Klinikum Wolfsburg
Nach Auswertung des Großteils der Tests weniger als 5 Prozent Corona positiv.
 
Nachdem alle 250 Patienten und über 200 Beschäftigte des Klinikums Wolfsburg auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, liegen Ergebnisse für rund 90 Prozent der Tests vor. Es sind insgesamt rund 30 Beschäftigte (inklusive der 14 positiven Befunde vom Wochenende) sowie zwei Patienten ohne vorherigen begründeten Verdacht mit dem Coronavirus infiziert. (Hinzu kommen selbstverständlich die Patienten, die wegen des Coronavirus im Klinikum waren. Diese wurden nicht noch einmal getestet.)
„Mit diesem Ergebnis können sich die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger wieder voller Vertrauen in unserem Klinikum behandeln lassen“, zeigt sich Oberbürgermeister Klaus Mohrs erleichtert. „Es war richtig, dass wir uns direkt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage verschafft haben. Das Ergebnis zeigt, dass die sehr hohen Standards im Klinikum Ansteckungen verhindert haben.“
Dr. Bernadett Erdmann, Leiterin der Zentrale Notaufnahme des Klinikums Wolfsburg erklärt: „Die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes sind für uns absolut verbindlich, daher müssen und wollen wir hohe Hygienestandards einhalten. Das bedeutet: Die positiv getesteten Beschäftigten sind in häuslicher Quarantäne, die Kontaktpersonen tragen die entsprechende Schutzkleidung.“
Gesundheits- und Klinikumsdezernentin Monika Müller ergänzt: „Ein Test von allen Klinikumsbeschäftigten ist übrigens – anders als teilweise berichtet – nicht erfolgt und auch nicht erforderlich. Die Tests zeigen eine Momentaufnahme und schützen nicht vor Ansteckung. Was schützt sind die sehr hohen Schutzstandards, die wir im Klinikum haben.“ Das Personal ist bei seiner Arbeit weiterhin durch Mund-Nasen-Schutz geschützt, in den kritischen Bereichen mit der nach Vorgaben des Robert-Koch-Institutes erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung.
Prof. Dr. Matthias Menzel, Ärztlicher Direktor des Klinikums Wolfsburg, erklärt, dass der Klinikumsbetrieb nun ab Dienstagmittag wieder so weiter gehen könne wie vor dem weitgehenden Aufnahmestopp am Sonntagabend: „Patienten können wieder aufgenommen werden. Aufschiebbare Behandlungen werden jedoch weiterhin wie bereits zuvor nicht vorgenommen. Auch das Besuchsverbot gilt weiter. Ausnahmen werden nur aus medizinischen oder palliativmedizinischen Gründen sowie in bestimmten Fällen in der Geburtshilfe, für Besuche in der Kinderklinik und zum Blutspenden erteilt.“ Die mit dem Coronavirus infizierten Patienten werden isoliert von anderen Patienten behandelt. Auf den anderen Stationen können die Patienten wieder zu mehreren in einem Zimmer untergebracht werden, müssen aber weiter einen Mundschutz tragen.

Hintergrund:
Zwei Beschäftigte des Klinikums Wolfsburg hatten sich von sich aus gemeldet, weil sie entweder Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen hatten oder selbst Symptome verspürten. Es wurde sofort ein Abstrich gemacht, der positiv war. Infolgedessen hatte der Krisenstab der Stadt Wolfsburg in Zusammenarbeit mit dem eigenen Krisenstab des Klinikums zahlreiche Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen in die Wege geleitet und umgesetzt. Noch in der Nacht zu Montag wurden alle Patienten und im Verlauf des Montags auch das Personal getestet. Das Landesgesundheitsamt sowie Sozial- und Innenministerium des Landes Niedersachsen unterstützen die Stadt Wolfsburg, die Laborkapazitäten zu erweitern und die erforderlichen Tests durchzuführen.
Am Klinikum Wolfsburg wurden als erste Reaktion seit Sonntagabend keine neuen Patienten aufgenommen. Sie wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt.
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