In der Innenstadt von Wolfsburg entsteht ein Projekt, das viele Radfahrer herbeisehnen.

Noch vor den diesjährigen Sommerferien werden die Arbeiten für die Ost-West-Radachse von der Stresemannstraße über die Pestalozziallee und Goethestraße bis zur Saarstraße beginnen. Der Kern der Umgestaltung dieser Straßenzüge umfasst die Einrichtung von Schutzstreifen sowie eine Fahrradstraße.

Damit soll den Radfahrern eine sichere, komfortable und zügig befahrbare Möglichkeit geboten werden durch die Innenstadt zu gelangen. Erstmals auf einer Länge von einem Kilometer werden Schutzstreifen markiert. Lediglich bei der Piazza Italia wird der Schutzstreifen aufgrund beengter Platzverhältnisse auf der Fahrbahn unterbrochen. Dort fahren Radfahrer und Kraftfahrzeuge künftig im Mischverkehr.

Bei den anstehenden Bauarbeiten handelt es sich nicht ausschließlich um reine Markierungsarbeiten. Deckschichterneuerung, Bordsteinabsenkungen sowie Auf- und Abfahrten zwischen Schutzstreifen und Seitenraum über Rampen sind ebenfalls in der Umsetzung enthalten. Weil Radfahrer nun mit dem Kraftfahrzeugverkehr signalisiert werden, müssen auch die Signalzeiten der Ampeln angepasst werden.

Zuvor galt auf der gesamten Strecke eine Benutzungspflicht für die Radwege im Seitenraum. Mit der Einrichtung der Schutzstreifen wird diese Pflicht aufgehoben. Radfahrer müssen also künftig nicht mehr die Wege vor dem Ratsgymnasium, vor der St. Christophorus-Kirche oder die gering dimensionierten Radwege vor den zahlreichen Hauseingängen in der Goethestraße nutzen. Für unsichere Radfahrer bleibt diese Möglichkeit jedoch weiter bestehen.

Gleichzeitig stellt die Ost-West-Radachse einen Baustein zur Anbindung der Innenstadt an die im Osten Wolfsburgs gelegenen Ortsteile dar. So werden gegenwärtig die Pläne zum Ausbau des Radweges an der Nordsteimker Straße vom Berliner Ring bis zum Wohngebiet Steimker Gärten konkretisiert. Im weiteren Verlauf wurde bereits ein vier Meter breiter und einen Kilometer langer Radweg fertiggestellt.

Die Ost-West-Radachse hat bereits eine gewisse Entwicklungszeit hinter sich. Wichtige Schritte waren dabei bisher die Termine des Bürgerbeteiligungsverfahrens BürgerMitWirkung. Im Oktober 2015 und März 2016 wurden den Bürgern die konzeptionellen Ideen vorgestellt und im Rahmen eines Workshops Gelegenheit zum Ändern und Ergänzen gegeben. Das Ergebnis war auf große Zustimmung gestoßen.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 340.000 Euro.

Zur Erklärung: Schutzstreifen sind Teil der Fahrbahn, aber durch eine unterbrochene, schmale Leitlinie markiert. Radfahrer dürfen ihn benutzen. In Ausnahmefällen (Ausweichen bei Gegenverkehr) darf der Kraftfahrzeugverkehr ihn kurz überfahren, jedoch nicht darauf halten oder parken.

Fahrradstraßen sind in anderen Städten häufig anzutreffen, in Wolfsburg stellen sie eine Neuheit dar. Die Stresemannstraße wird die erste Fahrradstraße Wolfsburgs sein. Auch am VW-Parkplatz West entsteht zur Zeit ein Abschnitt als Fahrradstraße. Hier ist der Radverkehr bevorrechtigt, Fahrräder dürfen hier sogar nebeneinander fahren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Stundenkilometer. Kraftfahrzeugverkehr kann jedoch durch das Zusatzzeichen „Kfz-Verkehr frei“ oder „Anlieger frei“ zugelassen sein.

Foto: oh/Stadt Wolfsburg

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