Online-Einkauf
“Ware bezahlt aber nicht geliefert!” Diese Erfahrung machen Online-Kunden beim Shoppen im Internet immer öfter

Die Betroffenen gelangten auf der Suche nach Schnäppchen zu so genannten Fake-Shops, die Markenware vermeintlich sehr günstig anbieten und deren Produkte ausschließlich per Vorkasse zu bezahlen sind. Allein in den letzten Wochen wurden ein halbes Dutzend Anzeigen wegen Warenbetrugs erstattet. Mario Dedolf als Präventionsexperte der Polizei Wolfsburg erwartet schon zum Black Friday am 27. November, dem vermeintlichen Startschuss für diesjährige Weihnachtseinkäufe, steigende Fallzahlen. Gerade zu den heutigen Pandemie-Zeiten greifen Kunden noch häufiger zu Online-Einkäufen, so der Kriminalhauptkommissar. Da mutmaßliche Betrüger diesen Trend auch erkennen, rät Dedolf besonders zur Vorsicht bei Internetkäufen.
So wie ein Ehepaar aus Wolfsburg, die einen erschwinglichen Nassauger in einem Online-Shop für 170 Euro entdeckten. In weiteren Fällen wurden auf Fake-Portalen durch Betroffene Waschmaschinen, Gefrier- oder Kühlschränke erworben. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind erfahrungsgemäß Waren wie Spielekonsolen und Handys aber auch Großgeräte wie Fernseher begehrt. Bei dieser betrügerischen Masche ist das Geld der Kunden in der Regel weg, erläutert der Polizeiberater, und die bestellte Ware kommt entweder nicht oder es werden nur minderwertige Produkte geliefert. Die Betrüger eröffnen Onlineshops, die nur virtuelles Warenangebot präsentieren. Tatsächlich sind die Täter nur auf das Geld der Kunden aus.

Daher rät der Präventionsberater insbesondere den Verlockungen im Internet in der beginnenden Vorweihnachtszeit mit Vorsicht nachzugehen

Die Fake-Shops sind von Tätern dazu angelegt, den Schnäppchenjäger dazu zu bringen, das gewünschte Produkt günstig einzukaufen. Hierfür werden von den Betrügern Onlineshops namhafter Markenhersteller von Bekleidung, Schmuck, Unterhaltungselektronik bis hin zu Haushaltsgeräten aller Art kopiert und ins Internet gestellt. Beschreibungen und Bilder der Produkte sind schnell kopiert. Ein Domainname, also der “www-Name” der Internetseite, ist ebenfalls schnell und einfach durch die Täter eingerichtet. Der gewünschte Artikel wird schnell in den Warenkorb gelegt, die weiteren Adressdaten und Zahlungsdaten eingetippt und auf Bestellung geklickt. Ein Blick auf die Abrechnung der Kreditkarte zeigt, dass der Betrag auch korrekt abgebucht wurde. Nur die Ware kommt nicht an!

Diese Shops sind in der Regel leicht zu erkennen, denn die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten und ist immer verfügbar. Das Impressum ist oft unvollständig, mit ausgedachten Daten gespickt oder einfach von anderen Seiten kopiert. Besonders einprägsam ist, dass die Ware in der Regel nur gegen Vorkasse erhältlich ist. Konkrete Ansprechpartner sind nicht vorhanden. Man sollte misstrauisch werden, wenn der Kontakt zum Shop-Betreiber nur über E-Mail erfolgen kann.
Betroffene sollten in jedem Fall Anzeige bei der Polizei oder über die Onlinewache der Polizei Niedersachsen erstatten und sich schnellstmöglich ebenfalls mit ihrer Bank in Verbindung setzen, um eine getätigte Zahlung rückgängig zu machen. Weitere Informationen zu derartigen Fake-Shops können auf der Internetseite www.polizei-beratung.de nachlesen werden.
 

Foto: oh/Mediamodifier

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