Besuch aus Mexiko hatten in dieser Woche Kulturdezernent Dennis Weilmann und die Leiterin des Kulturinstituts M2K Monika Kiekenap-Wilhelm.

Kulturdezernent Dennis Weilmann (5.v.l.), M2K-Leiterin Monika Kiekenap-Wilhelm (3.v.r.) und Harald Vespermann (4.v.l.) freuen sich über die traditionellen mexikanischen Geschenke von Bernardo Rosendo (3.v.l.).

Besuch aus Mexiko hatten in dieser Woche Kulturdezernent Dennis Weilmann und die Leiterin des Kulturinstituts M2K Monika Kiekenap-Wilhelm.

Dabei erhielt die Stadt Wolfsburg Geschenke von Bernardo Rosendo aus Olinalá, gelegen in der Nachbarprovinz der Partnerstadt Puebla.
Olinalá ist das Zentrum des mexikanischen Lack-Kunsthandwerks. Hier leitet Rosendo eine Ausbildungsstätte für Jugendliche, in der fast ausgestorbene historische Handwerkstechniken erlernt und neu belebt werden. Als Anschauungsobjekte hatte er eine eindrucksvolle Maske in Gestalt eines stilisierten Wildschweinkopfes im Gepäck sowie zwei lackierte, farbenfroh bemalte und teils mit Blattgold belegte kleine Truhen, die aus Linaloeholz gefertigt sind und nach dem Öffnen angenehmen Duft verströmen.
Im kommenden Sommer können sich alle Wolfsburgerinnen und Wolfsburger ein Bild von der Vielfalt dieses traditionellen Kunsthandwerks machen. Das Stadtmuseum im M2K wird ab Anfang Juli in einer Ausstellung Truhen, Paravents, Teller, Dosen, Masken und Skulpturen zeigen, für die das Holz oder auch eine Art Kürbisgewächs in einer aufwendigen Prozedur zuerst lackiert und dann detailliert bemalt wird. An einigen Tagen werden zudem mexikanische Kunsthandwerker ihr Können in Wolfsburg vorführen. Auch Gemälde und Textilarbeiten mit überlieferten oder neu kreierten Naturmotiven werden zu sehen sein. „Die mexikanische Community ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Wolfsburg“, betont Kulturdezernent Dennis Weilmann. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Einblick in die vielfältige und traditionsreiche Kultur Mexikos geben zu können.“
Den Kontakt zu Bernardo Rosendo hat Harald Vespermann vermittelt. Für den Wolfsburger Unternehmer mit familiären Beziehungen nach Mexiko ist es eine Herzenssache, das Ausstellungsvorhaben zu unterstützen. Auf der Internationalen Sommerbühne wird es dazu einen passenden mexikanischen Abend geben. M2K-Leiterin Monika Kiekenap-Wilhelm freut sich auf diese Aktivitäten: „Viele Wolfsburgerinnen und Wolfsburger haben Verbindungen nach Mexiko. Nun können wir aus erster Hand Facetten des kulturellen Reichtums dieses Landes präsentieren und erläutern.“
Lackartige Überzüge auf Holz und andere Naturmaterialien waren in Mittelamerika schon in vorspanischer Zeit bekannt. Die Eroberer ließen sie dann auf Gegenstände im europäischen Stil anwenden, bevor die Fertigkeiten im 19. und 20. Jahrhundert fast in Vergessenheit gerieten. Durch engagierte Künstler und Lehrer wie Bernardo Rosendo erlebt das Lack-Kunsthandwerk seit einigen Jahren eine Renaissance.
 

Foto: oh/Stadt Wolfsburg

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