Die AGR, sowie die Stärkung der Achse Landesstraße für den Kraftfahrzeugverkehr sind die wesentlichen Säulen des Verkehrskonzeptes Süd-Ost.

Die Alternative Grüne Route (AGR), ein Qualitätsradnetz sowie die Stärkung der Achse Landesstraße 290/Dieselstraße für den Kraftfahrzeugverkehr sind die wesentlichen Säulen des Verkehrskonzeptes Süd-Ost.

Dieses wurde 2015 vom Rat der Stadt Wolfsburg im Rahmen der neuen Wohnbauoffensive beschlossen. Das Verkehrskonzept basiert dabei auf der Stärkung der Nahmobilität und hier insbesondere auf den Fahrradverkehr sowie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Pendler zu Einwohnern zu machen ist eines der übergeordneten Ziele.
“Gerade wegen der schwierigen Finanzsituation halten wir an unserer Wohnbauoffensive fest. Das bedeutet auch die notwendige Verkehrsinfrastruktur im Süd-Osten Wolfsburgs zu verbessern. Hier stehen wir im Wort”, unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs.
Sämtliche Säulen des Verkehrskonzeptes Südost befinden sich in einer intensiven Bearbeitung, teilweise in der Umsetzung oder sind schon umgesetzt. Weil es sich in der Summe für alle Vorhaben um ein großes Finanzpaket von insgesamt rund 200 Millionen Euro handelt, kann dieses nur bausteinartig und in Abschnitten realisiert werden.
“Um den Verkehr und unsere Finanzen nicht vollständig zu überfordern, verbessern wir die Verkehrsinfrastruktur in mehreren Schritten. Ohne die Verschwenkung der Landesstraße 290 und den Ausbau der Dieselstraße geht das Verkehrskonzept nicht auf. Die Vorhaben müssen und werden kommen”, betont Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.
Darüber hinaus versucht die Stadt alle Möglichkeiten von Fördergeldern auszuschöpfen, um die Belastung für den Haushalt der Stadt Wolfsburg zu minimieren. Hier sind bereits gute Erfolge zu verzeichnen.
Für Außenstehende geht die Planung für das Verkehrskonzept Süd-Ost oft nicht schnell genug. Zu bedenken ist allerdings, dass bei den umfangreichen Planungen ein großer öffentlicher Diskussions- und Beteiligungsprozess zwingend gegeben ist, damit betroffenen Menschen mitgenommen werden und sich alle Menschen in Wolfsburg wohlfühlen. Insofern mag manchmal der Eindruck von langen Planungszeiten entstehen, was aber im Wesentlichen der Findung eines tragfähigen Kompromisses geschuldet ist.
Für den Radverkehr sind beispielsweise bereits qualitativ hochwertige Elemente im Verlauf der Nordsteimker Straße gebaut. Hier hat sich sowohl bautechnisch als auch hinsichtlich der Finanzierung die gute Zusammenarbeit mit Volkswagen Immobilien ausgezahlt. Die Verlängerung des Radweges nach Almke wurde 2018 fertig gestellt. Hier wurden Mittel des Landes Niedersachsen eingebracht.
Die weiteren Radwegeplanungen befinden bereits in der politischen Diskussion. Zu nennen ist hier der weitere Verlauf an der Nordsteimker Straße. Darüber hinaus finden derzeit Gespräche mit dem Land Niedersachsen statt, für den Gesamtabschnitt des Radweges vom Berliner Ring bis nach Hehlingen Fördermittel von bis zu 60 Prozent der Baukosten zu beantragen.
Die Planungen für die Alternative Grüne Route im Außenbereich sind bereits weit voran geschritten und auch hier abschnittsweise bereits vorgestellt und diskutiert. Sollten hierfür im Jahr 2020 die entsprechenden Teilobjekte beschlossen werden, ist noch Ende 2020 oder Anfang 2021 ein Baubeginn möglich. Im Bereich des Baugebiets Hellwinkelterrassen wurde die Reislinger Straße bereits mit einer separaten ÖPNV- Spur geplant und flächenmäßig teilweise bereits umgesetzt.
In Richtung Innenstadt wird derzeit die Planung im Hinblick auf die Verträglichkeit zwischen öffentlichen Verkehr und Radverkehr geprüft, so dass die Ziele der Planung für die Reislinger Straße derzeit neu abgeleitet werden. Eine Trennung der Verkehre ist hier vorgesehen.
Für die Stärkung der Achse Landesstraße 290/Dieselstraße wurde in einem zweijährigen Diskussionsprozess eine Vorzugsvariante gesucht und 2017 durch den Rat der Stadt Wolfsburg beschlossen. Seitdem werden hier die Voruntersuchungen für eine konkrete Entwurfsplanung wie beispielsweise die nuturschutzrechtliche Kartierung durchgeführt.
Parallel dazu wird gemeinsam mit dem Land Niedersachsen nach tragfähigen Finanzierungsmodellen für eine Verlegung der L 290 gesucht, weil die formale Planungshoheit hier beim Land Niedersachsen liegt. Für den durchgehenden vierstreifigen Ausbau der Dieselstraße wurden im Sommer 2019 die Planungsmittel bereitgestellt, so dass hier in 2020 die Detaildiskussion geführt werden kann.
Die Machbarkeitsstudie zum St Annen-Knoten wurde ebenfalls Anfang 2019 vorgestellt und im weiteren Verlauf des Jahres im fraktionell besetzten Expertenkreis, dem Lenkungskreis Verkehr diskutiert, abgewogen und auch hier eine Vorzugsvariante empfohlen. Derzeit werden auf Anregung des Ortsrates Stadtmitte und des Planungs- und Bauausschusses noch einmal die Möglichkeiten sondiert, die Leistungsfähigkeit des Gesamtknotenpunktes zu verbessern und gleichzeitig eine weitere Bevorrechtigung des öffentlichen Personennahverkehrs zu implementieren.
Foto: oh/jonbonsilver
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