Am 28. März erzählt Ralf Teekert über seine Reise zu den Eisbergen in Spitzbergen

Der Zeichner Ralf Tekaat berichtet von seiner Reise zu den Eisbergen in Spitzbergen

 

Die Ausstellung Lost Icebergs im Raum der Freunde zeigt noch bis zum 7. April 2019 Zeichnungen des Künstlers Ralf Tekaat, der sich den Eisbergen in Spitzbergen gewidmet hat.

In der Serie „Drawing on Spitsbergen“ von 2017 modulierte er vor Ort mit Bleistiftstrichen und farbigen Akzenten die einzelnen Schichten der Eis- und Bergformationen und näherte sich so der komplexen Erscheinung dieser Naturphänomene an. Obwohl Bergmassive, Stein und eben auch Eisberge in seinem zeichnerischen Schaffen auch zuvor schon eine Rolle spielten, hatte Ralf Tekaat bis 2017 noch niemals einen echten Eisberg gesehen.

Daher startete er eine Crowdfunding-Kampagne und finanzierte sich so im gleichen Jahr eine Stipendienreise in die Polarregion Spitzbergen, einem der wenigen Orte weltweit, an dem noch echte Eisberge existieren. Welche Erfahrungen er in Spitzbergen gemacht hat und was man als Zeichner an einem Ort macht, an dem -10 °C keine Ausnahme sind und es auch nachts taghell ist, davon erzählt Ralf Tekaat bei diesem Sondertermin zur Ausstellung. Zu dem Sondertermin „Unewiges Eis – Bericht aus Spitzbergen“ am 28. März 2019 um 19 Uhr kommt Ralf Tekaat noch einmal in den Kunstverein Wolfsburg, spricht über seine Reise und zeigt Fotografien. Neben den Zeichnungen als wichtigstem Zeugnis seiner Stipendienreise, betrieb er während seines Aufenthalts auch einen Blog, in dem er seine Wahrnehmungen in Texten und Fotografien festhielt: „Im Mai 2017 bin ich nach Spitzbergen gefahren um dort Eisberge zu zeichnen. In Spitzbergen mache ich mich auf die Jagd.

Nach dem Eisberg, nach meinem Eisberg. Der Weiße Riese, der mich in meinen Träumen verfolgt. Ich zeichne. Ich trotze dem Sturm. Ich trotze der Kälte. Ich zeichne. Das Papier knattert im Sturm. Das Papier fliegt. Ich zeichne. Ich laufe. Ich verstecke mich vor Eisbären. Ich zeichne. Ich suche den perfekten Blick auf den tollsten Eisberg. Ich breite meine Papiere aus. Ich zeichne. Ich zeichne die Eiskristalle, analytisch. Meine Bleistifte sind gefroren. Sie splittern, sie knacken. Sie sind kalt. Mir nicht, denn ich zeichne. Das Aquarellwasser friert. Der Gletscher kalbt. Die Eisscholle taumelt. Ich zeichne. Die Eisscholle treibt mich an meinem Eisberg vorbei. Ich bin im Packeis. Ich zeichne.“

Foto: oh/Veranstalter

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