Schulprognostik

Die Stadt Wolfsburg wird im Rahmen einer Ausschusssitzung am 17.06.2020 eine aktualisierte Schulprognostik für die Stadt Wolfsburg vorstellen.

Die abschließende politische Beratung wird im Rahmen der folgenden Sitzung am 08.07.2020 stattfinden. Die Schulprognostik dient der Prognose künftiger Schüler*innenzahlen und bildet damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die kommunale Schulentwicklungsplanung. Entsprechend bedarf es eines geeigneten Instruments für solche langfristigen Vorhersagen.
“Das Verfahren der Wolfsburger Schulprognostik wurde zusammen mit dem Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund entwickelt und basiert im Wesentlichen auf Daten der Bevölkerungsvorausrechnung. Diese wiederum werden im Referat strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik der Stadt Wolfsburg erstellt.” berichtet Stadträtin Iris Bothe.“Die ersten 5 Jahre einer Prognose gelten als Zeitraum mit einer guten Prognosezuverlässigkeit. Darüber hinaus sind Prognosen Vorausrechnungen auf Grundlage bisheriger Entwicklungen. Das heißt, dass je stabiler die bisherige Entwicklung in der Wolfsburger Schullandschaft, desto höher ist die Aussagegenauigkeit und Güte der berechneten Daten”, so Torsten Koch aus der Schulentwicklungsplanung der Stadt Wolfsburg. Gibt es starke Interventionen, wie z.B. die Zuwanderung Geflüchteter seit 2015 oder ein verändertes Schulanwahlverhalten, bedarf es einer regelmäßigen Überprüfung der getroffenen Annahmen. Stark beeinflusst ist das Prognoseergebnis zudem von der zu Grunde gelegten Bevölkerungsentwicklung.

Dieser wiederum liegen unter anderem Annahmen über die Entwicklung von Baugebieten zugrunde.

Die reale Entwicklung dieser Baugebiete kann anders verlaufen als in der Bevölkerungsprognose angenommen. Vor diesem Hintergrund werden Prognosen für 10 Jahre im Voraus erstellt, und die Bevölkerungsprognose als auch die Schülerzahlprognostik etwa alle 2 Jahre aktualisiert. 
Die aktuelle Schulprognostik weist einen Anstieg der Schülerzahlen im Grundschulbereich auf 1389 Schüler*innen im Schuljahr 2022/23 aus. 1314 dieser vorhergesagten Kinder sind laut Einwohnermeldedaten bereits geboren. Um die bedarfsgerechte Versorgung mit Schulraum zu sichern wurde und wird die Grundschulkapazität aufgrund der steigenden Kinderzahlen weiter ausgebaut. Trotz der ergriffenen Maßnahmen werden insbesondere im kommenden Jahr auch wieder Losverfahren an Grundschulen erwartet.
Im Bereich der weiterführenden Schulen reichen die vorhandenen Schulkapazitäten voraussichtlich bis zum Ende des Prognosezeitraums 2029/30 für die Schulformen Haupt-, Real-, Ober- und Gesamtschule aus, auch wenn es im Bereich der Realschulen zu einem vorübergehenden überschreiten der verfügbaren Schulkapazitäten kommen könnte. An der Oberschule Wolfsburg (Wolfsburger Oberschule) und an den Gesamt- und Hauptschulen stehen allerdings noch ausreichend freie Kapazitäten zur Verfügung Diese Entwicklung wird seitens des Schulträgers sorgsam beobachtet werden.
Handlungsbedarf – zum Schuljahr 2024/2025 – besteht für die Schulform Gymnasien. Derzeit stehen stadtweit an allen fünf öffentlichen Gymnasien 20 Schulzüge zur Verfügung. Ab dem genannten Schuljahr steigt der Bedarf auf 21 Züge und sukzessive auf bis zu 24 Züge im Schuljahr 2026/2027 an.
Foto: oh/Alexas_Fotos
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