Unterzeichnung des Gestattungsvertrags. Von links: Dr. Sascha Hemmen (Stadt Wolfsburg, Leiter Referat Digitalisierung und Wirtschaft), Prof. Dr. Ulrich Jumar, Dennis Weilmann und Dr. Sascha Knake-Langhorst (DLR, Abteilungsleiter Informationsgewinnung und Modellierung). Bildnachweis: Stadt Wolfsburg.

5G-Reallabor erprobt Optimierung der Rettungsmobilität in Wolfsburg

Stadt und ifak unterzeichnen Gestattungsvertrag Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wird das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) aus Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg Anwendungen für die Rettungsmobilität unter Verwendung des 5G-Mobilfunkstandards entwickeln und im realen Praxisbetrieb erproben. Hierzu wurde ein Gestattungsvertrag zwischen dem ifak und der Stadt Wolfsburg geschlossen, der die Zusammenarbeit der Partner regelt und den Startschuss für die Umsetzungsphase gibt.  

Gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr verfolgt das 5G-Reallabor die Erforschung und lebendige Darstellung des praxisnahen Bedarfs und der Einsatzmöglichkeiten von 5G als Schlüsseltechnologie im Kontext einer Smart City in der Region Braunschweig-Wolfsburg. Ziel ist es, durch eine intelligente Schaltung von Ampelanlagen und mithilfe eines optimierten Navigationsdienstes die Einsatzfahrten von Feuerwehr und Rettungsdiensten zu beschleunigen. Hierzu werden Fahrzeuge der Feuerwehr Wolfsburg mit intelligenten sogenannten Onboard-Units auf 5G-Basis ausgestattet. Außerdem werden die Verkehrsrechner der Stadt Wolfsburg für die Schaltung der Ampelanlagen zur Bevorrechtigung von Sondereinsatzfahrzeugen ertüchtigt.  

„Die 5G-Technologie ist eine entscheidende Technologie für die Smart City. Ich freue mich, dass Wolfsburg als Teil des 5G-Reallabors gemeinsam mit den Forschungspartnern einen wichtigen Beitrag zur Erprobung liefert. Das Projekt Optimierte Rettungsmobilität zeigt, dass die Technik einen sehr konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger bieten kann“, sagt Dennis Weilmann, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.  

„Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfsburg, der Wolfsburger Feuerwehr und den beteiligten Projektpartnern, können wir im 5G-Reallabor nun die Grüne Welle für Sondereinsatzfahrzeuge direkt im städtischen Umfeld erproben und sind auf die Ergebnisse dieser Erprobung gespannt“, freut sich Anna Schieben, die Projektleiterin des 5G-Reallabors vom Institut für Verkehrssystemtechnik des DLR.  

Der aktuellen 5G-Technik kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Sie ermöglicht nicht nur die Datenübertragung mit sehr geringer Verzögerung, einer kurzen Latenzzeit, sondern gewährleistet auch die sichere Übermittlung hochpriorisierter Daten. Das ist bei einer drohenden Überlastung des Mobilfunknetzes, wie sie beispielsweise in Krisensituationen auftreten könnte, besonders wichtig.   „5G-Technologien eröffnen uns weit mehr Möglichkeiten als lediglich ein schnelleres, mobiles Surfen im Internet. Insbesondere im Verkehr wird uns die 5G-Datenkommunikation helfen, neue Anwendungen zu erschließen, auf dem Weg zu effizienten, sicheren und umweltfreundlichen Verkehrslösungen“, betont Prof. Dr. Ulrich Jumar, Leiter des ifak.  

Das Projekt wird aktuell in der Road Show „Digitale Mobilität“ und später auf der DigiWeek 2022 ausführlich vorgestellt. Die Arbeiten in Wolfsburg sind Teil des aus insgesamt zwölf Projekten bestehenden Gesamtvorhabens, dessen Aktivitäten sich auf die Region Braunschweig-Wolfsburg erstrecken und die Erprobung von 5G-Anwendungen aus den Bereichen Mobilität, Gesundheit (eHealth) und Bau (Smart Construction) umfassen. Begleitet werden die Arbeiten von technologieorientierten Querschnittsaktivitäten. Das Forschungsprojekt 5G-Reallabor wird gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr im 5G-Innovationsprogramm, das Deutschland zu einem Leitmarkt für 5G entwickeln soll. Die Laufzeit umfasst drei Jahre (5. Dezember 2019 bis 31. Dezember 2022) und hat ein Fördervolumen von zwölf Millionen Euro. Weitere Informationen sind unter www.5g-reallabor.de zu finden.

Foto: Stadt Wolfsburg

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