Zur Sammlung des Stadtmuseums zählt auch der Schul-Taschenrechner TI-57 II der Firma Texas Instruments aus den frühen 1980er Jahren.

Museumsstück Schul-Taschenrechner: Die Digitalisierung beginnt.

 

Zur Sammlung des Stadtmuseums zählen auch Objekte, die am Beginn der heute allgegenwärtigen Digitalisierung stehen, so etwa der Schul-Taschenrechner TI-57 II der Firma Texas Instruments aus den frühen 1980er Jahren.

Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert holten ihn jetzt aus dem Depot ans Licht und präsentierten ihn mit seiner Geschichte zunächst auf einer Veranstaltung am 2. Juli. In den Monaten Juli und August – passenderweise also in den Sommerferien – bleibt er unter dem Motto „Bandbreite“ in einer Vitrine im Museumsfoyer zu sehen.
Das Gerät wurde von Christian Sochacki als Schüler am Wolfsburger Albert-Schweitzer-Gymnasium benutzt. Der Heiligendorfer erinnert sich, dass der Funktionsumfang dieses programmierbaren wissenschaftlich-technischen Rechners für seinen Mathematik-Grundkurs eigentlich viel zu groß war.
Doch der vorher verwendete Schul-Taschenrechner TI-30 habe „eine Macke in der Tastatur“ gehabt: Oft sei es zu unbeabsichtigten wiederholten Eingaben gekommen, also z.B. „222“ statt „2“. Texas Instruments habe die Rechner dann zurückgenommen und den Preis beim Kauf eines neuen TI-Rechners angerechnet.
Mit dem Preisverfall der Taschenrechner seit den frühen 1970er Jahren war auch ihr Gebrauch im Schulunterricht schrittweise erlaubt worden. Der TI-30 war das am weitesten verbreitete der empfohlenen Modelle. Er hatte noch ein eher klobiges Design, wurde von einer 9-Volt-Batterie versorgt und verfügte über eine Anzeige aus roten Mini-LEDs mit Lupenelementen.
Dagegen kam das Museumsstück TI-57 II mit seinem flachen Gehäuse, der Stromversorgung durch zwei Knopfzellen und einem energiesparenden Flüssigkristall-Display viel moderner daher. Interessierte Mitschüler von Christian Sochacki haben sich am Albert-Schweitzer-Gymnasium in einer Computer-AG auch mit den Programmierfunktionen beschäftigt.
Der Taschenrechner war das erste Gerät, das breite Bevölkerungskreise mit der Mikroelektronik in Berührung brachte. Sein Erfinder ist der us-amerikanische Physiker Jack Kilby: 1967 fand er im Taschenrechner-Prototyp eine praktische Anwendung für den von ihm zuvor entwickelten Integrierten Schaltkreis. Diese Verbindung von Transistoren, Widerständen und Kondensatoren war die Vorstufe des Mikrochips, also jener Funktionseinheit, ohne die PCs, Smartphones, das Internet und viele von uns selbstverständlich genutzte Dinge wie Autos, Flugzeuge oder Fernsehgeräte in ihrer heutigen Form nicht existieren würden.
Foto: oh/Stadtmuseum / Meike Netzbandt
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