Das landesweite Aktionsbündnis "Niedersachsen packt an" hat die Wolfsburger Stadtteilmütter-Schulung zu ihrem Projekt des Monats Januar gekürt.

Wolfsburger Integrationsprojekt von Bündnis „Niedersachsen packt an“ ausgezeichnet.

Das landesweite Aktionsbündnis „Niedersachsen packt an“ hat die Wolfsburger Stadtteilmütter-Schulung zu ihrem Projekt des Monats Januar gekürt.

Das Aktionsbündnis hat die Auszeichnung in diesem Jahr neu eingeführt und das Wolfsburger Projekt gleich als erstes ausgewählt.   „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Für uns ist das eine Bestätigung unserer Arbeit. Mit der 2009 gestarteten Stadtteilmütter-Schulung haben wir einen ganz neuen Ansatz gewählt und es geschafft, dass sich junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte selbst als Brückenbauerinnen und Kulturvermittlerinnen verstehen und einen wichtigen Beitrag zur Verstetigung von Integrationsprozessen leisten.“   Die 2009 als Pilotprojekt gestartete Stadtteilmütter-Schulung ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Wolfsburger Integrationslandschaft. Seit Projektbeginn haben insgesamt 201 Frauen die Wolfsburger Stadtteilmütter-Schulung absolviert, die in der Abteilung Prävention im Geschäftsbereich Jugend der Stadt Wolfsburg angeboten und durchgeführt wird.

Die Stadtteilmütter stammen aus 37 Herkunftsländern und sprechen 16 verschiedene Sprachen. Erst vor kurzem haben wieder zehn junge Frauen die Ausbildung zur Stadtteilmutter erfolgreich abgeschlossen.   Stadtteilmütter tragen dazu bei, dass sich viele Migranten und Migrantinnen in Wolfsburg verstanden und willkommen wissen. Frauen mit Migrationshintergrund lernen im Rahmen der Schulung einander kennen, bauen Vorurteile ab und entwickeln viel interkulturelles Verständnis. Die Frauen nehmen die Schulung wahr, um die Bildungschancen im eigenen Familien- und Kulturkreis zu erweitern. Stadtteilmütter vermitteln auch bei Sprachproblemen und können vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), vom Baby-Besuchsdienst und anderen Institutionen angefragt werden, wenn junge Mütter kein Deutsch verstehen. Der Einstieg in ein Betätigungsfeld, Ausbildung oder Berufstätigkeit wird vorbereitet und begleitet vom RVA – Regionalverbund für Ausbildung. Viele Stadtteilmütter sind in Grund- und weiterführenden Schulen als Schulbegleiterinnen eingesetzt. Sie begleiten Veranstaltungen und Projekte in Schulen, Kindertagesstätten und Kinder- und Familienzentren, in den Kinderräumen und bei Step by Step. Mit Sarra Mahouachi hat sich eine Stadtteilmutter sogar zur ersten Wolfsburger Gemeindedolmetscherin weitergebildet.   „Für die kommende Schulung haben wir bereits 26 Anmeldungen“, so Ursula Cremer, Projektverantwortliche im Geschäftsbereich Jugend, die sich mit Beginn der nächsten Schulung in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Mit der Stadtteilmütter-Schulung haben wir ein wichtiges und nachhaltiges Integrationsprojekt auf die Beine gestellt. Die Anerkennung, die das Projekt nun auch durch die Auszeichnung als niedersächsisches Projekt des Monats erfährt, macht mich unglaublich stolz.“

Foto (Archiv): oh/Stadt Wolfsburg/Ansgar Wilkendorf

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