Die gezielte intensive Öffentlichkeitsfahndung zu den Brandstiftungen etc. war der Erfolgsgarant zu der Aufklärung der Serie von 45 Straftaten.

Die gezielte intensive Öffentlichkeitsfahndung zu den Brandstiftungen und Gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr war der Erfolgsgarant zu der Aufklärung der Serie von 45 Straftaten im Bereich Sülfeld, Fallersleben und Umgebung, waren sich Staatsanwaltschaft Braunschweig und die Ermittlungsgruppe der Wolfsburger Polizei einig.

Mit der Veröffentlichung von drei zufällig durch eine Wildkamera aufgenommenen Videosequenzen im Internet, die den mutmaßlichen Täter bei einer Brandlegung Ende März zeigten, brachten eingehende Hinweise in der Folge den Durchbruch bei den Ermittlungen. Am Donnerstagmorgen wurde der 43 Jahre alte Wolfsburger vorübergehend festgenommen. In seiner polizeilichen Vernehmung räumte der 43-Jährige ein, sowohl für die Brände als auch die Gefährlichen Eingriffe in den Straßenverkehr verantwortlich zu sein.
Seit Februar 2019 war es zu mehreren Bränden im Bereich Sülfeld und Umgebung gekommen. Während durch die Brände ein hoher Schaden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen entstand, wurden durch die ab Ende August auf Straßen abgelegten großen Steine und Nagelbretter und das darauffolgende Überfahren dieser Gegenstände mehrere Fahrzeuge stark beschädigt. In der Nacht zum 24. Oktober fuhr ein Lkw-Fahrer gegen einen Stein, der mit einem Seil an einer Brücke befestigt war. In weiteren Fällen wurden auch Steine auf fahrende Fahrzeuge geworfen. Die Frontscheiben der betroffenen Fahrzeuge wurden dabei erheblich beschädigt. Zum Glück wurden keine Menschen verletzt. Die Delikte stellten für Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr dar. Die Taten hätten jeden treffen können. Die Ermittler gehen von einem Gesamtschaden von ca. 20.000 Euro aus.

Die Polizei Wolfsburg reagierte und richtete eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe beim Zentralen Kriminaldienst ein. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig gingen die Beamten aufgrund der zeitlichen Abfolge und der örtlichen Nähe der Taten davon aus, dass der gesuchte Täter für alle Taten der Serie verantwortlich sein könnte. Bei der Öffentlichkeitsfahndung verteilten 80 Einsatzkräfte von der Polizei Wolfsburg, Fallersleben und der Bereitschaftspolizei Braunschweig am Montagnachmittag in Fallersleben öffentlich unter Mithilfe von Geschäftsleuten rund einhundert Fahndungsplakate. In Sülfeld und Ehmen wurden sämtliche 1800 Haushalte von den Beamten für persönliche Gespräche aufgesucht und Fahndungsflyer verteilt.

Der Beschuldigte, der bisher polizeilich nicht in Erscheinung trat, räumte die Taten ein und offenbarte dabei auch detailliertes Täterwissen. Zeitgleich wurde zur Festnahme das Wohnhaus des 43-Jährigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Die umfassenden Vernehmungen des Wolfsburgers wurden am Freitagvormittag beendet. Wegen fehlender Haftgründe bleibt der 43-Jährige bis zur angestrebten Gerichtsverhandlung auf freiem Fuß.

Foto: oh/Beeki

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