Warm eingepackt macht ein Spaziergang im Freien auch in der kalten Jahreszeit Spaß. Schon 20 Minuten täglich steigern die Lebenserwartung.

 

Auch wenn Menschen keinen Winterschlaf halten wie Igel oder Eichhörnchen – die kalte Jahreszeit macht uns trotzdem träge.

Bei schlechtem Wetter und Düsternis sinkt die Motivation für Aktivitäten im Freien, und die Couch lädt zum Faulenzen ein. Dazu steigt oft der Appetit auf fette und süße Speisen wie Braten und Plätzchen. Besonders für Menschen mit Typ-2-Diabetes kann aber Bewegungsmangel kombiniert mit reichlichem Essen eine gefährliche Kombination sein. Denn bei ungesunder Lebensweise und inkonsequenter Behandlung kann die Krankheit zu schweren Folgeschäden wie Herzinfarkt, Erblindung oder Amputationen führen.

Sport kann den Blutzucker senken

Für die etwa sechs Millionen Typ-2-Diabetiker in Deutschland ist es deshalb besonders wichtig, auch im Winter aktiv zu bleiben, da Bewegung zur Basistherapie gehört. Sport kann der Insulinresistenz entgegenwirken, die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen steigern und damit die erhöhten Blutzuckerwerte sinken lassen. Auch der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert), der den Mittelwert des Blutzuckers der letzten acht bis zwölf Wochen wiederspiegelt, lässt sich durch regelmäßige Bewegung häufig senken. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät daher zu mindestens 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche, verteilt auf mindestens drei Tage.

Neben dem Einhalten eines gesunden Bewegungspensums und Lebensstils sollten Typ-2-Diabetiker ihre Medikamente konsequent einnehmen. Entsprechend den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft wird üblicherweise zunächst Metformin verordnet, wenn die Änderung der Lebensweise nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Reicht dies nicht aus, sollte frühzeitig kombiniert werden, etwa mit einem DPP-4-Hemmer. Wird eine erneute Intensivierung der Behandlung nötig, können auch sogenannte Fixkombinationen eingesetzt werden aus zwei oder mehr Wirkstoffen in nur einer Tablette, wie die Kombination aus einem SGLT-2-Hemmer und einem DPP4-Hemmer. Wichtig bei der Behandlung ist allerdings, auf die Therapietreue zu achten.

Schwimmen oder Schlittschuhlaufen?

Mit oral einzunehmenden Medikamenten und ausreichend Bewegung lässt sich eine Insulintherapie mit Spritzen oft vermeiden oder zumindest hinauszögern. Es kann sich also für die Gesundheit lohnen, täglich wenigstens eine Runde um den Block zu gehen – unter www.diabetes-behandeln.de gibt es mehr Informationen. Sportarten wie Schwimmen, Gymnastik, Tanzen, Krafttraining im Fitness-Studio, Schlittschuhlaufen oder Skilanglauf bringen Spaß und Schwung in den Winter. Schlechtes Wetter muss also keine schlechten Werte bedeuten. (djd)

Wenn es draußen kalt und grau ist, sinkt die Lust auf Aktivitäten. Gerade für Typ-2-Diabetiker ist Bewegungsmangel aber sehr ungesund.

Fotos: jd/diabetes-behandeln.de/Getty Images/Westend61/Caiaimage

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