Die erste Nennung der Wolfsburg in einer Urkunde ("Acta in wluesborch") war am 17. Juni 1302.

Die erste Nennung der Wolfsburg in einer Urkunde (“Acta in wluesborch”) war am 17. Juni 1302.

Herzog Friedrich von Braunschweig (1374–1400) belehnt die Herren von Bartensleben erblich mit dem Werder “to der wuluesborch” (= Vorsfelder Werder) einschließlich der Stadt Vorsfelde.
Rund einhundertdreizig Jahre später, im Jahre 1434, lassen die Burgherren im Bereich der Vorburg die Kapelle St. Marien bauen, aus der sich später die Marien-Kirche entwickelt. Sie gehört heute, wie die Burgkapelle, zum Pfarrbezirk Hesslingen.
1559 stellt Erzbischof Siegmund von Magdeburg den Bartensleben einen Lehensbrief für “das Schloss oder burgk, die wulffesburgk genannt” aus. Dabei werden auch Rechte und Besitzungen in Hesslingen und Hehlingen erwähnt. Beide Dörfer bildeten mit dem Schloss und Gutsbezirk das “Wolfsburger Ländchen”.
Über einen Zeitraum von 48 Jahren (1574 – 1622) wird die Burg zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umgebaut. Nord-, Ost- und Südflügel stammen aus dieser Zeit.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) nimmt das Schloss durch zahlreiche Belagerungen und Eroberungen großen Schaden.
Im Jahre 1680 fällt die Landesherrschaft über Schloss Wolfsburg an die Kurfürsten von Brandenburg (seit 1701 Könige von Preußen).
In der Barockzeit (1719 – 1742) erlebt die Wolfsburg eine kulturelle Blüte. Unter Gebhardt Werner von Bartensleben, dem letzten männlichen Vertreter seines Geschlechtes, werden Barockgarten, Stall- und Remisengebäude sowie zahlreiche Häuser der Gutssiedlung neu geschaffen.
Erbtochter Anna Adelheit Catharina, verheiratet mit Adolph Friedrich von der Schulenburg-Beetzendorf, ist die einzige Frau, die selbstständig von 1742 – 1756 auf Wolfsburg herrscht.
In den Jahren 1838/1840 – 1842 gehen die Bautätigkeiten am der Wolfsburg weiter. Graf Carl Friedrich Gebhard von der Schulenburg lässt den Westflügel errichten.
Die gleichzeitige Gründung des VW-Werkes und die der Stadt des K.d.F.-Wagens bei Fallersleben 1938 zwingen Graf Günther von der Schulenburg, seinen Familienbesitz zu veräußern. 1943 bis 1947 ist die Stadt des K.d.F.-Wagens bei Fallersleben, von 1947 bis 1961 das Land Hannover Besitzer des Schlosses.
Im Jahre 1961 erwirbt die Stadt Wolfsburg das Schloss vom Bundesland Niedersachsen zurück und beginnt mit der Renovierung der Anlage. Das Gebäude wird seit dieser Zeit für repräsentative und kulturelle Zwecke genutzt.
Im Jahre 2002 feierte die Stadt Wolfsburg den 700. Jahrestag ihrer Namensgeberin.
Heute beherbergt das Schloss Wolfsburg in seinem Mauern die Städtische Galerie, das Stadtmuseum im M2K, den Kunstverein Wolfsburg e.V. und das Institut Heidersberger. Die Repräsentationsetage im 1. Obergeschoss des Ostflügels, mit Gartensaal, Gerichtslaube und Kaminzimmer, ist die “gute Stube” der Wolfsburg und dient der Stadt für zahlreiche repräsentative Anlässe und Veranstaltungen. Hier können sich auch Heiratswillige ihr Jawort geben.
Barockgarten und die Parkanlagen rund um das Schloss mit uraltem Baumbestand und moderner Kunst laden zu Spaziergängen und zum Erholen ein. Um das leiblich Wohl der vielen Schlossbesucher*innen kümmert sich die Gastronomie in den Schlossremisen.
Weitere Informationen unter www.wolfsburg.de

Foto: oh/Stadt Wolfsburg

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