In der Fußball-Bundesliga droht dem VfL Wolfsburg wieder der Abstieg. Ein Endspiel haben sich Wölfe mit dem 4:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln am letzten Bundesliga-Spieltag am vergangenen Samstag für sich entschieden und sich damit den 16. Rang und gleichsam die Teilnahme an der Relegation gesichert. Somit warten nun zwei weitere Finals auf die Elf von VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia. Am kommenden Donnerstag, 17. Mai, treffen die Wölfe in der Volkswagen Arena im Relegations-Hinspiel auf Holstein Kiel (Anstoß um 20:30 Uhr), ehe es vier Tage später an Pfingstmontag im Holstein-Stadion zum Rückspiel kommt (Anstoß ebenfalls um 20:30 Uhr).

Mit einer der besten Saisonleistungen gegen Köln rettete sich die Mannschaft von Bruno Labbadia vor dem direkten Abstieg und darf am kommenden Donnerstag in der Abstiegsrelegation gegen Holstein Kiel antreten. Dabei war das 4:1 über die Geißböcke der erste Heimsieg seit dem 3:0-Erfolg über Gladbach im Dezember 2017. Vier Tore erzielten die Wolfsburger zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Im vergangenen Jahr retteten sich die Fußballer des VfL Wolfsburg mit zwei 1:0-Erfolgen gegen Eintracht Braunschweig in der Relegation vor dem Bundesliga-Abstieg. Zwei Siege hintereinander – das ist den „Wölfen“ in dieser Saison kein einziges Mal gelungen. Es ist also kein Wunder, dass die Niedersachsen erneut nachsitzen müssen und wieder zwei Relegationsduelle vor der Brust haben. VfL-Coach Labbadia kennt die Drucksituation dieser Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt – den HSV rettete er 2015 auf dramatische Weise gegen den Karlsruher SC. Eine Erfahrung, wie er sie damals mit dem HSV gemacht habe, sei eigentlich „unbezahlbar“, sagte Labbadia. Andererseits seien die Situationen nicht zu vergleichen. Hier, in Wolfsburg, „habe ich Dinge erlebt, die ich vorher noch nicht erlebt habe“, betonte der Trainer. „Natürlich sind wir in einer besonderen Situation. Ruhig und fokussiert zu bleiben, ist das Beste, was wir tun können. Gegen Köln konnten wir mit dem Druck umgehen. Das war ein Endspiel, jetzt folgen zwei weitere“, erklärte der 52-Jährige vor der Partie. Vor den „Störchen“ hat er Respekt: „Bei Holstein Kiel merkt man, dass sie schon lange zusammen spielen und die Automatismen greifen. Hier müssen wir auch gegen den Ball bestmöglich zusammenarbeiten.“ Auch die Spieler nehmen den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter. Josuha Guilavogui war schon im vergangenen Jahr in der Relegation dabei und weiß daher, „dass es da keinen Favoriten gibt. Weil jede Mannschaft um die eigene Zukunft kämpft.“ Daher die klare Warnung des Franzosen: „Wir dürfen nicht arrogant sein.“ Gleichwohl werden die Kiel-Spiele auch zur Kopfsache. Zwei Partien, in denen es für die Wölfe um alles geht.

Der VfL hat zum zweiten Mal in Folge die Chance, eine völlig verkorkste Saison mit zwei Spielen gegen den Dritten der 2. Liga zu retten. Und nichts anderes haben Labbadia und die Seinen vor. Zweimal alles oder nichts. Bruno Labbadia kennt das alles aus seiner Hamburger Amtszeit. „Wir wissen, dass die Situation eine besondere ist, aber wir nehmen es so entspannt wie es möglich ist. So sind wir es auch in den letzten Tagen und Wochen angegangen. Konzentriert aufs Spiel zu sein, ist das Beste, was wir aktuell tun können. Wir wissen, was auf uns zukommt und die Mannschaft ist bis jetzt gut vorbereitet. Wir haben dem Team die Spielweise und die einzelnen Akteure bereits nähergebracht. Wir erwarten eine gut eingespielte Mannschaft, die mehr als zurecht den dritten Platz in der 2. Bundesliga belegt hat“, stellte Labbadia, der Wolfsburger Feuerwehrmann klar. Er ist gekommen, um den VfL zu retten. Deswegen unterstreicht der VfL-Coach: „Wir benötigen zwei Topleistungen.“ Die Wölfe sind trotzdem der große Favorit.

Vor neun Jahren feiert der VfL Wolfsburg noch die Meisterschaft, vor zwei Jahren kegeln die Wölfe fast noch den späteren Titelträger Real Madrid aus der Champions League. Heute kämpft der VfL als kriselnder Klub um seine Existenz, der zum zweiten Mal in Folge in der Relegation um den Bundesliga-Klassenerhalt zittert. Am kommenden Donnerstag, 17. Mai, kommt Holstein Kiel zum Relegations-Hinspiel in die Volkswagen (Anstoß um 20.30 Uhr), ehe es am Pfingstmontag (21. Mia) im Holstein-Stadion zum Rückspiel kommt.

 

Fotos: oh/VfL Wolfsburg

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