Werden künftig auch für die Bevölkerungswarnung genutzt: Die Cityscreens im Wolfsburger Stadtgebiet.

Bevölkerungswarnung künftig auch über digitale Cityscreens

Sirenen, Lautsprecherdurchsagen, Warnungen auf dem Handy. In Krisen- und Katastrophenfällen wird die Bevölkerung über verschiedene Kanäle gewarnt und informiert. Wenn am Donnerstag, 8. Dezember, der bundesweite Warntag stattfindet, werden zum ersten Mal auch die digitalen Stadtinformationsanlagen von Ströer bespielt.

Ströer betreibt eine Reihe von digitalen Informationstafeln im Wolfsburger Stadtgebiet – insbesondere in der Fußgängerzone und an großen Verkehrsachsen. Die Stadt Wolfsburg hat mit Ströer nun eine Vereinbarung geschlossen, um die Cityscreens auch zur Bevölkerungswarnung zu nutzen. Aufgrund einer Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sind die Cityscreens offizielle Warnmultiplikatoren und mit einer Schnittstelle zum Modularen Warnsystem (MoWaS) ausgestattet. So können amtliche Warnmeldungen auch auf den Screens angezeigt werden. Das gibt der Stadt die Möglichkeit, über die Informationstafeln die Wolfsburger*innen in verschiedenen Warnstufen vor unterschiedlichen Gefahrenlagen zu warnen. Dieser zusätzliche Service ist für die Stadt kostenlos.

„Die Einbindung und Nutzung dieser digitalen Werbeanlagen für amtliche Warnungen stellt einen wichtigen Baustein im Wolfsburger Warnmittelmix dar“, erklärte Stadtrat Andreas Bauer. Ziel dieses Warnmittelmix ist, dass im Gefahrenfall möglichst viele Personen mit einer Warnmeldung erreicht werden. „Dafür muss auf viele Verbreitungswege gesetzt werden. Die digitalen Medien sind gut geeignet, die Wolfsburger*innen zu erreichen. Zusätzlich können speziell auch durch die großflächigen Cityscreens beispielsweise Pendler*innen oder Reisende, die im Stadtgebiet unterwegs sind, über Gefahren informiert werden“, so Bauer.

„Als langjähriger Partner der Städte tragen wir mit unseren digitalen Medien einen Teil zu einer urbanen Kommunikationsinfrastruktur bei. Wir sehen in der Integration von digitalen Angeboten in die Infrastruktur einer Stadt ein erhebliches Potential, Kommunen und Ländern Instrumente zur Verfügung zu stellen, die ein smartes City-Management vereinfachen und die dabei helfen, Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden“, sagt Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH.

Für die Warnung stehen acht Anlagen in der Fußgängerzone, fünf an Hauptverkehrswegen, vier im Bahnhofsbereich und 16 Screens in der CityGalerie zur Verfügung. Die Anzeige auf den Cityscreens erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, Menschen mit Hörverlust zu erreichen.

Die Warnmeldungen, die auf den Medien von Ströer zu sehen sein werden, sind deutlich als Warnung der Feuerwehr gekennzeichnet und enthalten die wichtigsten Warninhalte inklusive Verhaltensempfehlungen. Entsprechende Warnmeldungen werden im Gefahrenfall innerhalb von zehn Minuten auf allen Screens im Stadtgebiet gezeigt. Bei einer Entwarnung oder dem Abbruch der Meldung läuft die Meldung noch eine Stunde weiter, gekennzeichnet mit dem Stempel „Entwarnung“.

Die Anzeige von Warnmeldungen auf den digitalen Stadtinformationsanlagen ist Teil des städtischen Konzeptes zur Warnung der Bevölkerung in besonderen Gefahrenlagen.

 

Foto: Stadt Wolfsburg

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