Sanierter Klassenraum im Obergeschoss mit neuem Sonnenschutz.

Gebäude wurden nach 65 Jahren umfangreich saniert

Sechs Wochen Sommerferien für Schüler*innen sind gleichzeitig eine Phase aktiver Bautätigkeit für das Baudezernat. An zahlreichen Schulgebäuden, auf den Schulhöfen und an den technischen Anlagen finden Reparatur- und Erneuerungsarbeiten statt, die sich, wenn immer möglich, auf die Ferienzeit konzentrieren sollen. Ein Beispiel für eine deutlich umfangreichere Sanierung, die in diesem Jahr abgeschlossen werden konnte, ist die Wohltbergschule an der Danziger Straße. Ausgangspunkt des Vorhabens im Umfang von 3,7 Millionen Euro waren notwendige Brandschutzmaßnahmen, die aber, unterstreicht Stadträtin Iris Bothe, „in vielen Bereichen auch zu sicht- und spürbaren Verbesserungen für die Nutzerinnen und Nutzer geführt haben.“

Wieder durchgängig benutzbar ist der umlaufende Flur mit viel Licht und Blickkontakt in das innenliegende Grün des Hofes.

Geplant und 2020/2021 umgesetzt wurde die Sanierung durch den städtischen Geschäftsbereich Hochbau und unter anderem das Büro WobConsult. Die Grundschule am Wohltberg ist ab 1957 nach Plänen des Architekten Titus Taeschner entstanden, inzwischen also 65 Jahre alt. Die u-förmige Schulanlage gruppiert sich rund um einen zentralen Innenhof, der links und rechts durch dreigeschossige Klassentrakte und auf der Rückseite durch die Turnhalle mit vorgelagertem Pausenflur begrenzt wird. Auf der vierten Seite, zur Straße, schloss ursprünglich ein komplett verglaster, überdachter Gang die Anlage zum Viereck. Er ist heute stark verändert und zu großen Teilen geschlossen. Trotzdem zeigt die strenge Gesamtanlage mit flachen Dächern und durchlaufenden Fensterbändern bis heute viele typische Merkmale eines Schulbaus der 1950er-Jahre. „Sie steht nicht unter Denkmalschutz, aber trotzdem war es unser Ziel, diese Qualitäten zu bewahren und in Teilen auch wieder stärker sichtbar zu machen“, erklärt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. Besonders wichtig dafür ist der umlaufende innere Flur, der einerseits mit neuen Brandschutztüren und -ausgängen versehen wurde, andererseits nach Rückbau eines Raumes auf der Ostseite wieder durchgängig offen und erfahrbar ist. Große Fenster suchen den Kontakt zum innenliegenden Hof und geben an jeder Stelle Orientierung.

ie Bypässe im Treppenraum schaffen hinter der Treppe einen durchgehenden Fluchtweg.

Die Dachflächen beider Klassentrakte im Osten und Westen wurden saniert. Alle Klassen haben eine Erneuerung durchlaufen mit Malerarbeiten an den Oberflächen, Verbesserung der Akustik und Beleuchtung sowie einer Aufarbeitung der Parkettfußböden beziehungsweise der Erneuerung des Linoleums. Eine deutliche Verbesserung wünschte sich die Schulgemeinschaft gerade beim Sonnenschutz, sodass jetzt alle notwendigen Klassenräume über Außenjalousien verfügen.

Eine besonders kreative Lösung wurde für die Treppenhäuser gewählt: Sogenannte Bypässe ermöglichen einen durchlaufenden Fluchtweg aus den Klassen hinter den Treppen. Dadurch konnten viele schöne Details der 1950er-Jahre erhalten bleiben. Im Rahmen des Bauvorhabens wurden alle erforderlichen haustechnischen Erneuerungen durchgeführt sowie das Gebäude auf den aktuellen Stand für den Einsatz digitaler Medien gebracht. Das Stahlbetonskelett der Außenfassaden war an den Sichtflächen ursprünglich weiß nachbehandelt, während Brüstungen und Stirnseiten des Gebäudes mit einem gelben Ziegel versehen sind. Diese prägende Gestaltung sollte außen erhalten bleiben und wurde gerade im Bereich der Stirnseiten sehr sorgsam ausgebessert und ergänzt. Bildunterschrift 1: Die Bypässe im Treppenraum schaffen hinter der Treppe einen durchgehenden Fluchtweg.

Fotos: Stadt Wolfsburg/Lars Landmann

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