Wolfsburger sollen bald die Möglichkeit erhalten, Einblicke in die insgesamt 15 vorliegenden Entwürfe zum Gedenk- und Lernort Laagberg zu gewinnen.

Kulturdezernent Dennis Weilmann und Anita Placenti-Grau, Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtrepräsentation (IZS), freuen sich auf die Meinung und Kommentare der Wolfsburger*innen.

Planungswettbewerb geht mit Bürger*innenbeteiligung in finale Phase.


Wie könnte er einmal aussehen, der Gedenk- und Lernort Laagberg? Das bleibt vorerst ein gut gehütetes Geheimnis. Wolfsburger*innen sollen jedoch bald die Möglichkeit erhalten, Einblicke in die insgesamt 15 vorliegenden Entwürfe zu gewinnen – und diese im Rahmen einer Bürger*innenbeteiligung am 11. und 12. September zu begutachten und zu kommentieren.
Im Februar 2020 wurde der Realisierungswettbewerbs zum Gedenk- und Lernort Laagberg auf dem Gelände des früheren KZ-Außenlagers Neuengamme ausgelobt. Vorher hatte der Rat der Stadt die entsprechende Vorlage in seiner Novembersitzung beschlossen. Die daraufhin von Teams aus (Landschafts-)Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen eingereichten Entwürfe werden nun in einer gut behüteten, nicht öffentlichen Ausstellung im Rathaus gezeigt. Die Bürger*innen sollen bei diesem gesellschaftlich außerordentlich wichtigen Thema die Möglichkeit haben, die Wettbewerbsentwürfe noch vor der Jurysitzung zu kommentieren.
 
Am Freitag, 11. September, und am Samstag, 12. September, erhalten alle interessierten Wolfsburger*innen die Chance, die Entwürfe nach vorheriger Anmeldung zu begutachten. Vor Betreten der Ausstellungsräume müssen jene eidesstattlich versichern, dass sie niemandem Details verraten werden. Die am Wettbewerb beteiligten Büros zeigen anhand von Plänen und jeweils einem Modell, wie das Gebäude, der Freiraum und die Ausstellung am neuen Gedenk- und Lernort am Laagberg aus verschiedenen Perspektiven aussehen würden. Die Kommentare aller Bürger*innen werden anschließend in einem Bericht unverändert zusammengefasst und der Jury bei der Preisgerichtssitzung zur Verfügung gestellt. Die Preisrichter*innen erhalten außerdem den Prüfbericht der Sachverständigen als Grundlage für ihre Entscheidungsfindung.
Die Stadt Wolfsburg hat das Prinzip der Bürger*innenbeteiligung bereits bei zwei vorangegangenen Planungswettbewerben erfolgreich angewendet. Dass es trotz der durch die Corona-Pandemie erschwerten Bedingung gelungen ist, wieder eine solche Form der Beteiligung zu realisieren, verdeutlicht deren große Bedeutung für die Stadt als Ausloberin des Wettbewerbs. Gemeinsam mit Daniel Luchterhandt vom gleichnamigen Büro aus Hamburg, der das Wettbewerbsverfahren betreut, freuen sich alle Beteiligten auf die Kommentare der Bürger*innen.
 
Nach der Jurysitzung am 24. September wird der zur Umsetzung empfohlene Entwurf dem Rat der Stadt Wolfsburg vorgestellt werden. Der Entwurf bildet dann die Grundlage für eine sogenannte Planungsvorlage (Leistungsphasen 1 bis 3), die frühestens Ende 2020 zur Entscheidung gegeben wird und die die Planungen vertieft.
Interessierte Bürger*innen werden gebeten, bis spätestens Donnerstag, 3. September, einen Termin zu buchen, entweder telefonisch zu den üblichen Bürozeiten unter Tel. (05361) 28-1596 oder per E-Mail an christina.ebel@stadt.wolfsburg.de. An beiden Tagen stehen jeweils vier Zeitslots zur Auswahl: um 9, 11, 14 und um 16 Uhr. Aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandregeln sind je maximal 15 Personen zu einer Uhrzeit zugelassen. Mit der Buchungsbestätigung erhalten die Besucher*innen Zutritt ins Rathaus und in die ehemalige Kassenhalle, wo die Entwürfe ausgestellt werden.

 
Foto:oh/Stadt Wolfsburg

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