Rundgang durch das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K

Die Deutsche Einheit in der Geschichte – dargestellt im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K

Rundgang durch das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K

“Einigkeit und Recht und Freiheit” – so lautet die Anfangszeile der deutschen Nationalhymne, geschrieben von Hoffmann von Fallersleben 1841. Hoffmanns politisch-lyrisches Engagement für die Deutsche Einheit, die erst am 3. Oktober vor 31 Jahren Wirklichkeit wurde, ist Thema dieses Rundgangs durch das Hoffmann-Museum mit Christina Dykan Andrés an diesem Sonntag, am Tag der Deutschen Einheit.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. Vorherige Anmeldungen sind aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl erforderlich per E-Mail an hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.deoder telefonisch unter 05362-526 23. Die Teilnahme erfolgt nach der 3-G-Regel (vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet).

Die Deutsche Einheit am 3. Oktober 1990 war Ergebnis einer ereignisreichen Zeit: Nach den Protesten im Frühjahr gegen die Wahlfälschungen bei der Kommunalwahl in der DDR, nach der großen Flucht der DDR-Bürger*innen im Sommer sowie den Montags- und Massendemonstrationen im Herbst fiel am 9. November 1989 die Berliner Mauer. Sie war das Symbol der jahrzehntelangen Teilung Deutschlands und Europas. Bei den ersten freien Wahlen in der DDR im März 1990 stimmte eine Mehrheit für die schnelle Einheit mit der Bundesrepublik. Nach Abschluss des Zwei-plus-Vier-Vertrages war der Weg frei für die Deutsche Einheit. Diese wurde am 3. Oktober 1990 vollzogen und heute ist dieser Tag der wichtigste Feiertag für unser Land.

31 Jahre später blickt an diesem Sonntag, dem 3. Oktober 2021, Museumsmitarbeiterin Christina Dykan Andrés historisch zurück: in das 19. Jahrhundert, als die Idee einer deutschen Nation und eines einheitlichen Deutschlands entstand. Für Hoffmann von Fallersleben blieb zeitlebens ein einiges Deutschland, in dem Recht und Freiheit für jeden Bürger gleichermaßen gelten sollten, ein großer Traum. Die Rezeptionsgeschichte seines “Liedes der Deutschen” mit der dritten Strophe als Hymne des vereinigten Deutschlands spiegelt die Geschichte von der Kleinstaaterei über die Gründung des Kaiserreichs bis zur ersten deutschen Demokratie in der Weimarer Republik. Auch ist es Teil des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte – der nationalsozialistischen Diktatur. In den 40 Jahren der deutschen Teilung wiederum bedeutete der Hoffmann’sche Dreiklang in der Hymne der Bundesrepublik Deutschland Hoffnung auf eine Vereinigung mit den Ostdeutschen in Recht und Freiheit, in einem demokratischen Deutschland.

 Foto: oh/Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K Wolfsburg/Meike Netzbandt

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