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Silvester in Wolfsburg

Die Polizei Wolfsburg verzeichnete zum Jahreswechsel ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Unter anderem kam es zu Körperverletzungen, Sachbeschädigungen/Bränden überwiegend durch (unsachgemäße) Verwendung von Feuerwerkskörpern sowie Streitigkeiten und Ruhestörungen. Bei einem Verkehrsunfall zwischen Wendschott und Brechtorf, Landkreis Gifhorn, wurden drei Personen schwer verletzt.

Gegen 01.00 Uhr wurde der Leitstelle der Brand eines Carports in der Straße Am Riedetal im Wolfsburger Ortsteil Mörse gemeldet. Nach ersten Ermittlungen waren Feuerwerkskörper unsachgemäß entsorgt worden, wonach es in der Folge zu einem Brand des unter einem Carport stehenden Mülleimers kam. Die Flammen griffen auf das Carport und einen Pkw über. Es entstand hoher Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt.

Nahezu zeitgleich kam es zu einem Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Breslauer Straße. Ursächlich hierfür war ein Feuerwerkskörper, der auf dem Balkon gelandet war und dort befindliche Gegenstände in Brand setzte. Durch die schnellen Löscharbeiten der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die Wohnung verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 02.50 Uhr kam es auf der Landesstraße 290 zwischen Wendschott und Brechtorf, Landkreis Gifhorn, zu einem Verkehrsunfall mit drei schwer verletzten Personen. Der 25-Jährige Fahrer eines Audi war mit zwei Beifahrern auf der L 290 in Richtung Brechtorf unterwegs. Hinter dem Pkw fuhr ein Zivilfahrzeug der Polizei Wolfsburg, welches mit Sonderrechten zu einem Einsatz in Brome unterwegs war. Der 25-Jährige erhöhte plötzlich seine Geschwindigkeit und kam er in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Als der Pkw auf einen Acker kam, überschlug sich das Fahrzeug mehrfach, bis es auf dem Dach auf einem umzäunten Grundstück zum Stehen kam. Die hinter dem Audi fahrende Streifenbesatzung leistete bis zum Eintreffen des Rettungswagens Erste Hilfe. Auf dem Grundstück wurden Zäune, ein Baum sowie ein Schuppen zerstört.

Wie sich bei der Unfallaufnahme herausstellte, hatte der 25-Jährige vor Fahrtantritt Alkohol und Drogen konsumiert. Ein freiwillig durchgeführter Alcotest ergab einen Wert von 1,04 Promille. Dem Audi-Fahrer wurde daraufhin eine Blutprobe im Klinikum in Wolfsburg entnommen und der Führerschein durch die Polizei sichergestellt.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der Audi-Fahrer irrtümlich angenommen, dass die Streifenbesatzung ihn anhalten wollte und gedachte dies durch die Erhöhung seiner Geschwindigkeit zu verhindern.

Die drei schwer verletzten Personen wurden mit Rettungswagen ins Klinikum nach Wolfsburg gefahren.

Die eingesetzten Polizeibeamten wurden durch die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Wendschott und Vorsfelde sowie das DRK Wolfsburg und Malteser unterstützt.Während der Unfallaufnahme und den Bergungsarbeiten musste die L 290 voll gesperrt werden.


In der Silvesternacht warf ein 22 Jahre alter Wolfsburger Feuerwerkskörper in Richtung in der Halleschen Straße in Wolfsburg eingesetzter Polizeibeamter. Fünf Beamte wurden leicht verletzt.

Etwa eine halbe Stunde nach dem Jahreswechsel wurde der Polizei eine größere Schlägerei in der Halleschen Straße auf dem dortigen Marktplatz gemeldet. Beim Eintreffen der eingesetzten Beamten konnten viele Personengruppen festgestellt werden, die Pyrotechnik zündeten und diese vereinzelt auch in andere Gruppen warfen. Eine Schlägerei fand nicht statt.

Noch während sich die Beamten eine Übersicht verschafften, kam es unmittelbar in der Nähe der Beamten zu einer Detonation eines untypisch lauten Böllers. Dieser war von dem 22-Jährigen gezündet worden. Kurze Zeit später warf der Wolfsburger zwei weitere gleichartige Böller direkt vor die Füße der Einsatzkräfte und verschwand in einer größeren Personengruppe. Bei den Detonationen erlitten fünf Polizeibeamte ein Knalltrauma, waren glücklicherweise aber weiter dienstfähig.

Unter Zuziehung weiterer Einsatzkräfte sollte eine Identitätsfeststellung erfolgen. Der 22-Jährige versuchte, sich dieser Maßnahme durch Flucht zu entziehen, konnte jedoch in einem angrenzenden Treppenhaus angehalten werden. Bei der Kontrolle wurden weitere nicht zugelassene Böller und andere Pyrotechnik aufgefunden. Ein freiwillig durchgeführter Alcotest bei dem 22-Jährigen ergab einen Promillewert von 0,93. Der Wolfsburger wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und der Polizeidienststelle zugeführt.

Gegen den Wolfsburger wurden Strafanzeigen wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Straftaten nach dem Sprengstoffgesetz gefertigt.

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