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Februarprogramm des Scharoun Theater Wolfsburg

Im Februar erwacht die Bühne zu einem faszinierenden Theatererlebnis, während die Natur im Winterschlaf ruht. Höchstkarätige Darsteller:innen prägen die Szenerie: Matthias Brandt kehrt nach 20 Jahren zurück und brilliert in Max Frischs „Mein Name sei Gantenbein“ im Scharoun Theater Wolfsburg. Händels Oper „Alcina“ entfacht barocken Zauber mit der lautten compagney BERLIN und dem Ballet Baroque Berlin am 09. Februar.

Der 10. Februar verspricht ein eindrucksvolles Solo mit Philipp Hochmair in Franz Kafkas „Amerika“: Eine Reise durch die Gedankenwelt eines Auswanderers, der in Amerika nicht die erhoffte Verheißung, sondern sozialen Abstieg erlebt. Musikalische Höhepunkte bieten zwei Sinfoniekonzerte am 13. und 20. Februar, präsentiert vom Staatsorchester Oldenburg und dem Staatsorchester Braunschweig, begleitet von renommierten Solist:innen.Theresia Walsers „Endlose Aussicht“ enthüllt am 15. Februar mit Judith Rosmair eine beklemmend aktuelle Geschichte, während Klaus Maria Brandauer am 16. Februar gemeinsam mit dem GrauSchumacher Piano Duo die fesselnde Geschichte von „Mozarts Freiheit“ erzählt. Die Tanzkompanie Of Curious Nature zeigt am 22. Februar mit „UN-ZEIT“ intensiven zeitgenössischen Tanz, während Barbara Auer und Olena Kushpler am 23. Februar mit „Wer wir waren“ Roger Willemsens Werk in Auszügen präsentieren – ein Abend, der analysiert, berührt und von poetischer Schönheit ist.

Der Februar verspricht eine aufregende Vielfalt kultureller Erlebnisse und inspirierender Momente auf der Bühne:

Foto: © Matthias Horn

 

Mein Name sei Gantenbein mit Matthias Brandt

Von Max Frisch; in einer Fassung als Monolog für einen Schauspieler von Oliver Reese 

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Die Krise, die die Möglichkeit über jede Behauptung von Wirklichkeit stellt, nennt Frisch Leben – das Starre dagegen, das Sichere, Unveränderbare ist die Katastrophe. Die Inszenierung des Berliner Ensembles Mein Name sei Gantenbein treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze. Intendant Oliver Reese inszeniert Frischs letzten großen Roman in einer eigenen Bearbeitung als Monolog mit Matthias Brandt, der dafür nach 20 Jahren Bühnenabstinenz auf die Theaterbühne zurückkehrt. Der Sohn von Bundeskanzler Willy Brandt, Schauspieler, Sprecher und Autor hat in den letzten Jahren in über 80 Filmen mitgewirkt und wurde vielfach für seine Leistungen als Schauspieler und Sprecher ausgezeichnet. Der Ausnahmekünstler brilliert am 03. und 04. Februar im Scharoun Theater Wolfsburg.

Samstag 03.02.2024 19:30 Uhr, Sonntag  04.02.2024 18:00 Uhr


Foto: © Marcus Lieberenz

Alcina, Oper von G. F. Händel in italienischer Originalsprache

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Die Antike erwacht zu neuem Leben im barocken Bühnenzauber von Händels Oper „Alcina“, präsentiert als Neuproduktion für die Händel-Festspiele Halle. Die faszinierende Inszenierung lockt Männer auf eine geheimnisvolle Insel, wo sie einer zauberhaften Verwandlung unterworfen werden – von Tieren über Pflanzen bis hin zu Steinen. Erleben Sie am 09. Februar eine Reise durch die ganze Bandbreite der barocken Ästhetik, zum Leben erweckt durch Ritter, Amazonen, Tierwesen und barocke Chimären.

Die klanglich intime lautten compagney BERLIN, ein weltweit originelles, fantasievolles und vielseitiges Ensemble alter Musik, entführt Sie in eine musikalische Welt voller Händelscher Melodien. Begleitet vom Ballet Baroque Berlin wird dieser Abend zu einem Feuerwerk an Klängen und visuellem Spektakel. Tauchen Sie ein in die magische Atmosphäre dieser außergewöhnlichen Inszenierung und lassen Sie sich von der Schönheit und Einzigartigkeit des Barock verzaubern. 

Freitag 09.02.2024 19:30 Uhr


Philipp Hochmair in Franz Kafkas: Amerika, Schauspiel-Solo von Franz Kafka

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Am 10. Februar erwartet Sie ein bravouröses Schauspiel-Solo mit dem facettenreichen Philipp Hochmair, einem renommierten Film-, Fernseh- und Burgschauspieler. In der Inszenierung von Franz Kafkas „Amerika“ nimmt Hochmair die Zuschauer mit auf die bewegende Reise eines verzweifelten Anschlussuchenden.

Die Geschichte dreht sich um den 17-jährigen Karl Roßmann, der von seinen Eltern aus Europa vertrieben wird. In Amerika angekommen, erlebt er nicht die ersehnte Verheißung, sondern einen sozialen Abstieg. Diese Odyssee eines Auswanderers wird nicht nur geografisch, sondern vor allem mental erlebt – von der Einfahrt in den Hafen von New York bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma. Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der eigenen Isolation prägt dieses eindrucksvolle Schauspiel, das die Zuschauer in die zerrissene Welt des Karl Roßmann entführt.

Samstag 10.02.2024 19:30 Uhr


Staatsorchester Oldenburg und Lev Gelbard: Unendlich

Erleben Sie die zeitlose Magie der Musik mit dem Staatsorchester Oldenburg und dem virtuosen Lev Gelbard. Dieses Konzert verspricht eine fesselnde Reise zwischen Hollywood-Pathos und innovativen Klängen.

John Coriglianos „Red Violin“ Concerto (2003): Ein Oscar-prämiertes Meisterwerk und eine Umarbeitung der Filmmusik für „The Red Violin“ von 1999. Holsts „Die Planeten“ (1914-1916): Diese spätromantische Orchestersuite mit monumentalen Klangeffekten und reichen Klangfarben übt einen bleibenden Einfluss auf die Filmmusik aus.

Lev Gelbard, gebürtiger Moskauer und ehemaliger Konzertmeister des Oldenburgischen Staatsorchesters, fügt mit seinem virtuosen Können eine weitere Dimension hinzu. Zusammen versprechen sie ein Konzert, das die Grenzen der Zeit überwindet und das Publikum in die Unendlichkeit der Musik entführt.

Dienstag 13.02.2024 20:00 Uhr


Foto: © Simone Haberland

Peer Gynt, Dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen / Schauspiel mit Musik

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt von Henrik Ibsens dramatischem Gedicht „Peer Gynt“, das im Jahre 1867 entstand und von einem träumenden Bauernsohn erzählt, der mit Lügen vor der Realität flieht. Inspiriert von norwegischen Feenmärchen, entführt Peer Gynt Ingrid, die Braut eines anderen, verliert sie jedoch bald darauf. Seine Reise durch eine fantastische Welt von Trollen und Dämonen führt ihn von den Gipfeln des Erfolgs in tiefe Armut, von Heldentaten zu Verzweiflung.

Dienstag 14.02.2024 19:30 Uhr


Alle Toten fliegen hoch – Amerika, Schauspiel nach dem Roman von Joachim Meyerhoff

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 In der rauen Kulisse von Laramie, Wyoming, findet Joachim mehr als nur eine ungewohnte Umgebung. Sein Versuch, sich selbst ironisch und genügsam zu inszenieren, wird auf eine harte Probe gestellt, als er sich plötzlich zwischen Prärie, Pferden und den majestätischen Rocky Mountains wiederfindet. Der ehrliche Naturbursche aus Norddeutschland wird Teil eines Kulturclashs, der ihn in ein Basketball-Team und sogar in die Gunst der Mädchen katapultiert. Doch just in dem Moment, als sich sein amerikanisches Abenteuer zu entfalten beginnt, erreicht ihn eine schicksalhafte Nachricht – der Tod seines Bruders. Zwischen der Trostlosigkeit der norddeutschen Trauer und der faszinierenden Weite des amerikanischen Westens balancierend, steht Joachim vor der schweren Entscheidung: Sich der Heimat erneut zu stellen oder dem Unbekannten eine weitere Chance zu geben.

Dienstag 19.02.2024 19:30 Uhr


Foto: © Laurent Schneegans

Of Curious Nature: UN-ZEIT, Zeitgenössischer Tanz

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 In einem faszinierenden Nebelraum entwirft die UN-ZEIT hypnotische Bilder, die die Wahrnehmung der Zeit zu zersplittern scheinen. Geordnete Bewegungen verlieren ihre Linearität, die Gruppendynamik zerfällt in ein Spiel aus radikalen, orientierungslosen Bewegungen. Individuen treten aus der Form, winden sich in neuen Realitäten und Paradoxien, während sie in intimen Momenten nach Verlässlichkeit und Halt suchen. Helge Letonja überrascht das Publikum mit einer choreografischen Symphonie des Unbekannten.

Die Symphonie Nr. 4 von Henryk Mikolaj Górecki bildet den musikalischen Bezugspunkt für Letonjas zeitgenössische Gruppenchoreografie. Stark kontrastreich und spannungsgeladen entfaltet sich eine dynamische Inszenierung, die die Kompanie Of Curious Nature aus dem Nordwesten Deutschlands präsentiert. Die professionellen Tänzer:innen aus aller Welt verschmelzen zu einer Einheit, die sich dem zeitgenössischen Tanz mit einer inspirierend vielseitigen künstlerischen Identität verschrieben hat. Die Bewegungssprache der Kompanie spiegelt die kulturelle Gegenwart wider, intensiv und emotional facettenreich zwischen feinsinniger Innerlichkeit und aufrüttelnder Energie. Ein Abend, der die Grenzen des Bekannten sprengt und das Publikum in eine Welt voller faszinierender Un-Gewissheiten entführt.

Dienstag 22.02.2024 19:30 Uhr


Foto: © Kuspler Gudener

Barbara Auer & Olena Kushpler: Wer wir waren. Ein Roger Willemsen-Abend, Lesung mit Musik

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„Wer wir waren“ – der Titel des unvollendeten letzten Buches von Roger Willemsen. Der renommierte Publizist, Fernsehmoderator und Filmproduzent konnte das Werk vor seinem Tod 2016 nicht vollenden. Bekannt für seine Intelligenz, Bildung und Empathie zählte Willemsen zu Deutschlands prominentesten Intellektuellen. Seine Reisebücher und Gespräche wurden für ihre Leidenschaft und Tiefe gelobt.

Die Burgtheater-Schauspielerin, Grimme-Preisträgerin und Hörbuchsprecherin Barbara Auer liest Auszüge aus Willemsens Werk. Begleitet wird sie von der Pianistin Olena Kushpler. Ein Abend zweier außergewöhnlicher Frauen, der analysiert, berührt und aufrüttelt – durchzogen von klarer poetischer Schönheit. Erleben Sie eine Hommage an Roger Willemsen, präsentiert von zwei herausragenden Künstlerinnen.

Dienstag 22.02.2024 19:30 Uhr


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