Mittwoch, April 24Nachrichten rund um Wolfsburg
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Kurznachrichten aus dem Rathaus

Die Vertreterinnen des Jugendbeirats, Linnea Ahlgrimm (Mitte) und Sophie Koxholt (rechts) übergaben eine Spende an Kira Hallwachs (links) vom Mädchentreff Rote Zora.

Spendenübergabe Rote Zora, Stimme der Erinnerung , Theaterparkplatz, Abrissarbeiten Ratsgymnasium

Spendenübergabe an Mädchentreff Rote Zora

Mit einer Mitarbeiterin aus dem Mädchentreff Rote Zora traf sich jetzt der Jugendbeirat. Anlass war die offizielle Übergabe der gesammelten Spenden. Einige Mitglieder des Jugendbeirats hatten vergangenes Jahr die Chance genutzt, in der Ehrenamtshütte der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing (WMG) auf dem Weihnachtsmarkt für das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung zu werben und gleichzeitig Spenden zu sammeln. Es wurden eigens hergestellte Süßspeisen wie Macarons für eine Spende angeboten.

Insgesamt kamen dabei rund 100 Euro zusammen, die nun dem Mädchentreff zugutekommen sollen. Nach der Übergabe der Spenden entwickelte sich ein angeregter Austausch, bei dem die Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit des Mädchentreffs erhielten.

Der Jugendbeirat besteht aus 21 jungen Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern im Alter zwischen 13 und 27 Jahren und engagiert sich freiwillig im Rahmen der Wolfsburger Stadtentwicklung. Themen sind unter anderem der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), Digitalisierung an Schule oder die Innenstadtentwicklung. Der Jugendbeirat wird vom städtischen Kinder- und Jugendbüro begleitet und bei allen Anliegen und Vorhaben unterstützt.  

Der Mädchentreff Rote Zora ist ein offener Treff für Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 27 Jahren. Die Rote Zora möchte einen Raum schaffen, in dem sich die Besuchenden wohlfühlen und austauschen können. Der Mädchentreff bietet neben einem Kicker auch einen Billardtisch, jede Menge Spiele und viele Möglichkeiten sich kreativ auszuleben.

Der offene Treff ist immer mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Jeden Donnerstag wird das Café Rote Zora von 14 bis 17 Uhr geöffnet, in dem gemeinsam leckere Snacks zubereitet und gegessen werden. Außerdem bietet die Rote Zora niedrigschwellige Beratung für Mädchen und junge Frauen an. 

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Zeitzeugin Michaela Vidláková an der VHS Wolfsburg.

Die Stimme der Erinnerung 

Überall in Europa haben rechtsextremistische Parteien Zulauf, verbale Ausgrenzung und Diffamierung gehören fast zur Tagesordnung. Menschen müssen fürchten, wegen ihres Lebensstils, ihres Aussehens, ihrer Überzeugungen und ihres Glaubens körperlich attackiert zu werden. Selbst vor Deportationsphantasien schrecken Neonazis nicht mehr zurück. 

Umso wichtiger war der Besuch von Michaela Vidláková in Haupt- und Realschulen sowie in Sprachkursen der VHS Wolfsburg, bei dem sie von ihren eigenen grausamen Erlebnissen während der Nazizeit berichtete. 

Geboren 1936 in Prag, ging ihre glückliche Kindheit mit der deutschen Besatzung jäh zu Ende: Sie durfte nicht mehr mit nichtjüdischen Kindern spielen, Einkäufe waren nur zu bestimmten Uhrzeiten erlaubt, die Familie musste ihre Wohnung verlassen und eine kleine Wohnung mit einer anderen Familie teilen. 1942 wurde die ganze Familie nach Theresienstadt deportiert.

Trotz schwerer Krankheit überlebte Michaela Vidláková die Grausamkeiten des Konzentrationslagers zusammen mit ihren Eltern dank glücklicher Zufälle. So hat ein kleiner Holzhund, den ihr Vater ihr zum fünften Geburtstag geschnitzt hat, dazu beigetragen, dass der Vater im Konzentrationslager als Schreiner arbeiten konnte – eine Arbeit, die letztlich das Leben der Familie rettete. 1945 wurden sie von der Roten Armee befreit

Heute erzählt Michaela Vidláková ihre Geschichte an Schulen und Universitäten. Sie betont, dass es nicht nur wichtig ist, über Antisemitismus und Rassismus Bescheid zu wissen, sondern vor allem, etwas dagegen zu tun und nicht wegzuschauen. Ein Appell von hoher Aktualität. 

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Theaterparkplatz gesperrt

Der Theaterparkplatz wird am Sonnabend, 2. März, ab 6 Uhr komplett gesperrt. In dieser Zeit steht der Parkplatz ausschließlich für die Besuchenden des Drehbühnenballs zur Verfügung. Innenstadt-Besuchende können auf umliegende Parkhäuser ausweichen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. 

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Abrissarbeiten am Ratsgymnasium beginnen 

Heute startet der nach außen sichtbare Hauptabbruch am Ratsgymnasium Wolfsburg (RGW). Bis jetzt wurde das Gebäude vollständig entkernt und alle Schadstoffe wurden separat entsorgt. Mit mehreren Abbruchgroßgeräten wird dann das Gebäude bis Ende März rückgebaut. Somit sind die lärmintensiven und mit Erschütterungen verbundenen Arbeiten zum Beginn der Abiturarbeiten abgeschlossen. Das Material wird zum Teil parallel dazu in circa 400 LKW-Fahrten abtransportiert.  

Im April startet dann die Baustelleneinrichtung für den Neubau, bevor im Mai der Rohbauer seine Arbeiten aufnehmen wird.

Fotos: Stadt Wolfsburg