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Frühjahrsputz im Stadtwald

Das Sammelergebnis aus dem vergangenen Jahr ließ sich sehen. Foto: Stadtforst

Der Frühling naht und das erste frische Grün junger Bärlauchpflanzen ist zu sehen. Die Wiesen und Weiden leuchten grün in der Frühlingssonne. Vielerorts fallen Waldbesuchenden auch andere Farbtupfer ins Auge: Plastik, Verpackungsreste und anderer Müll. All dieses gehört nicht in den Wald. Es stört das Bild schöner Natur und schädigt Tier- und Pflanzenleben. Spazierengehen, laufen und radfahren im Wolfsburger Wald macht noch mehr Freude, wenn Wald und Bachtäler sauber sind. Pflanzen wachsen dann ungestört und Tiere verfangen sich nicht in Verpackungen. Vor diesem Hintergrund ruft die Stadtforst Wolfsburg am Sonnabend, 23. März, von 10 bis 13 Uhr dazu auf, den Müll in der Natur gemeinschaftlich einzusammeln und zu entsorgen. An insgesamt sieben Stellen werden Mitarbeitende der Stadtforst, erkennbar an den Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen, ansprechbar sein und die öffentliche Müllsammelaktion koordinieren. Teilnehmen können Einzelpersonen, Familien oder Kleingruppen. Alle sind willkommen.

„Der Wolfsburger Wald ist ein wichtiger Ort der Erholung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Ich finde es außerordentlich gut, wenn die Menschen bei einem solchen Frühjahrsputz dem Wald und der Natur etwas zurück geben. Ein herzliches Dankeschön von mir an alle, die sich engagieren, damit unsere Umwelt lebenswert bleibt“, ist Erster Stadtrat Kai-Uwe Hirschheide von der Aktion überzeugt.

„Eigentlich ist es ja selbstverständlich, dass jeder Waldbesuchende seinen Müll zu Hause oder in den aufgestellten Papierkörben entsorgt. Das klappt leider nicht immer. Teils aus Versehen wird ein Trinkbecher verloren oder auch aus Nachlässigkeit eine Tüte liegen gelassen. So sammelt sich allerhand Unrat an. Dem wollen wir an dem Sonnabend gemeinsam zu Leibe rücken. Nur mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger können wir den Wald sauber halten“, erläutert Stadtförster Dirk Schäfer den Hintergrund des Angebotes. „Unrat im Wald ist nicht nur unschön, er gefährdet auch unsere Pflanzen- und Tierwelt. Auch Boden und Grundwasser werden beeinträchtigt. Mikroplastik ist ein Beispiel dafür und ist leider bereits vielerorts nachweisbar“, unterstützt auch der Naturschutzbeauftragte der Stadt, Michael Kühn, die Aktion.

Orte, an denen die Arbeitsmaterialien ausgegeben werden und sich der eingesammelte Müll anschließend abgeben lässt, sind in der Stadtmitte der Parkplatz des Scharoun Theaters, Braunschweiger Straße 79, der Parkplatz des VW-Bades sowie der Waldparkplatz Hellwinkel, Reislinger Straße, nahe Hausnummer 202. Für den Bereich Laagberg, Hageberg, Wohltberg und Westhagen ist das Schützenhaus, Breslauer Straße 400, Anlaufpunkt, in Detmerode der Waldeingang bei der Caritas, John-F.-Kennedy-Allee 9, und in der Nordstadt nahe Brüder-Grimm-Straße 34.

An den Stationen bekommen engagierte Menschen Müllbeutel, Greifzangen und Gummihandschuhe ausgehändigt. Verbunden mit einem Hinweis, wo sich die Suche lohnt, verteilen sich die hoffentlich vielen Helfenden und tragen dazu bei, dass die hiesige Waldnatur lebenswert bleibt. Gesammelter Müll wird an den Stationen zur sachgerechten Entsorgung auch wieder entgegengenommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neu in diesem Jahr ist, dass die Waldpädagoginnen der Stadtforst begleitend drei besondere Aktionen anbieten. So gestaltet Nadine Neumann besondere Waldpostkarten an der Station Breslauer Straße, Lidl-Parkplatz. Sylvia Cultus bietet eine „Rate mal“-Aktion an. Hier geht es darum, wie lange es braucht, bis Müll im Wald verrottet ist. Der Standort dafür ist nähe VW-Bad in der Verlängerung zum Walter-Flex-Weg. Teilnehmende erhalten zur Erinnerung ein Laser-gefertigtes kleines Eichhörnchen aus Pappelholz. Aus angeschleppten Unrat an der Sammelstelle am VW-Bad wird Nicole Schaa bis 12.30 Uhr ein „Waldmüllmonster“ erschaffen. Dafür freut sie sich auf reichlich Beute von den fleißigen Helfenden.