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Öffentliches Gespräch: Erinnern – Diskutieren – Gestalten

Wie kann Erinnerung heute aussehen?

Und was hat Geschichte mit unserem demokratischen Zusammenleben zu tun? Die Städtische Galerie Wolfsburg und das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) gehen eine neue Kooperation ein. Den Auftakt macht ein öffentliches Gespräch am Mittwoch, 8. Juli, um 11:00 Uhr im IZS (Goethestraße 10 a, 38440 Wolfsburg): Anita Placenti, Marcus Körber und der Künstler Simon Nagy (Volkswagen Group Fellow) stellen ihre Vorhaben vor.
„Wir verbinden Forschung, künstlerische Praxis und Vermittlung auf neue Weise. So entstehen Formate, die Geschichte greifbar machen – nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als etwas, das uns heute noch bewegt und betrifft“, erklären Anita Placenti und Marcus Körber, die Leitungen der beiden Häuser.
Gemeinsam wollen sie Kunst, Stadtgeschichte und politische Bildung noch stärker miteinander verbinden. Anlass ist die Forschungstätigkeit von Simon Nagy, der im Rahmen seines aktuellen Volkswagen Group Fellowships Geschichten von Gewalt, ihr Fortdauern sowie den Widerstand dagegen in Wolfsburg untersucht und gemeinsam mit Jugendlichen neue Formen der Erinnerungskultur initiiert. Kunst und Geschichtsforschung sollen dabei nicht getrennt nebeneinanderstehen, sondern bewusst gemeinsam wirken: als Einladung zum Nachdenken, Diskutieren, Streiten und Gestalten.
Geplant sind öffentliche Gespräche, Diskussionsformate, Vermittlungsangebote und Publikationen. Im Sommer 2027 werden die Ergebnisse in einer Ausstellung in der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg der Öffentlichkeit präsentiert. Die Volkswagen Group unterstützt die Städtische Galerie jährlich mit jeweils einem Stipendium, das gezielt Kunstvermittler*innen sowie innovativen Ansätzen für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst gewidmet ist. Das Stipendium wird in der Regel für ein Jahr vergeben und wird nun erstmals um ein weiteres Jahr, bis 2027, verlängert.
Foto: oh/adobe stock