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Mahnung von unten

Das Plakatmotiv zur Installation am Bodendenkmal am Schloss Wolfsburg.

Installation der Wolfsburger Künstlerin Ruthild Tillmann am Bodendenkmal vor Schloss Wolfsburg

Die Wolfsburger Künstlerin Ruthild Tillmann interpretiert das Bodendenkmal vor den Schlossremisen des Schlosses Wolfsburg. Der Titel „Mutter Erde mahnt… und was sich daraus entwickelt“ lässt aufhorchen und befasst sich mit dem Klimawandel. Ab 4. April ist die Installation am Bodendenkmal zu sehen.

„Das Projekt zeigt, wie das Schlossumfeld belebt werden kann. Durch die künstlerische Gestaltung des Bodendenkmals wird dieser historische Schatz ganz anders wahrgenommen und hinterfragt und wichtige Themen unserer Zeit werden dadurch angesprochen“, so Andreas Meyer, Leiter des Geschäftsbereichs Kultur der Stadt Wolfsburg.

„Das M2K der Stadt Wolfsburg freut sich, zum zweiten Mal einer Wolfsburger Künstlerin die Gelegenheit geben zu können, das Bodendenkmal und damit auch einen Teil des Schlossumfeldes künstlerisch zu interpretieren. Eine Neuerung zum letzten Jahr ist das Einbeziehen des näheren Umfeldes des Bodendenkmals“, so Monika Kiekenap-Wilhelm, Leiterin des M2K der Stadt Wolfsburg.

Die Installation von Ruthild Tilmann stellt Fragen zur Auseinandersetzung und Umgang mit den beängstigenden Veränderungen unserer Welt wie Dürren, Überflutungen und anderen Klimakatastrophen, sowie deren Auswirkungen auf uns. Wie gehen wir mit den Warnsignalen und Brennpunkten um? Was löst das in uns aus? Und was können wir tun? Im Sommer lädt das M2K zu einer Midissage mit einer künstlerischen Aktion von Ruthild Tillmann ein, um über diese Fragen ins Gespräch zu kommen und tiefer in das Werk zu führen.

In diesem Jahr feiert Ruthild Tillmann ihren 85. Geburtstag und blickt auf eine lange Schaffensperiode als Künstlerin und Lehrerin zurück. Neben zahlreichen Ausstellungen in Wolfsburg und Deutschland lebte, arbeitete und zeigte Tilmann ihre künstlerischen Arbeiten in Ägypten, Marokko, Senegal, Griechenland und Italien. Neben anderen Naturmaterialien ist Sand ein wichtiges Element in Tillmanns Werken und spielt bei der Installation am Bodendenkmal ebenfalls eine Rolle. Für Ruthild Tillmann gehören Natur und Menschen zusammen, sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Der Mensch hat eine Verantwortung gegenüber der Natur und unserer Gesellschaft, die es zu übernehmen gilt.

„Mutter Erde mahnt… und was sich daraus entwickelt“ ist vom 4. April bis zum 30. September am Schloss zu sehen.

 

Foto: oh/Stadt Wolfsburg