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„Wandler zwischen den Welten“

Malte Sartorius, © Gerd Druwe

Städtische Galerie Wolfsburg übernimmt Nachlass von Malte Sartorius

Zu einer ganz besonderen Unterschrift lädt die Stadt Wolfsburg am Dienstag, 30. April, um 16 Uhr in den Gartensaal von Schloss Wolfsburg ein: Die Städtische Galerie Wolfsburg freut sich, die nächsten 15 Jahre eng mit der Braunschweigischen Stiftung zusammenarbeiten zu dürfen. Dafür unterschreiben Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Gerhard Glogowski (Ministerpräsident a.D.), Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Stiftung, einen Kooperationsvertrag über die Übernahme des Nachlasses des Künstlers Malte Sartorius.

Die Braunschweigische Stiftung, die seit 2017 treuhänderisch mit dem umfangreichen Nachlass des bedeutenden Braunschweiger Grafikkünstlers nach seinem Ableben betraut wurde, überführt diesen in die Räumlichkeiten von Schloss Wolfsburg und erweitert damit die Sammlung der Stadt.

„Es ist eine große Ehre für uns, den Nachlass des Künstlers Malte Sartorius in Wolfsburg ausstellen zu dürfen“, freut sich Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Die Kooperation mit der Braunschweigischen Stiftung beweist, dass unsere Städtische Galerie ein wichtiger Ort für Sammlung und Vermittlung von zeitgenössischer Kunst ist und wird mit dem Werk von Sartorius um einen bedeutenden Künstler aus unserer Region erweitert.“

Gerhard Glogowski, Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Stiftung, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Wolfsburg zu schließen. Diese ermöglicht uns eine enge Zusammenarbeit für die nächsten 15 Jahre im Sinne des Künstlers Malte Sartorius und zum Vorteil der kunstinteressierten Menschen in der Region.“

Malte Sartorius, Spielende Kinder, Farbstiftzeichnung, 1971, courtesy Die Braunschweigische Stiftung, Foto: Städtische Galerie Wolfsburg

Wolfsburger Kunstsammlung freut sich über Zuwachs

Die Städtische Galerie Wolfsburg wurde 1974 als städtisches Museum für zeitgenössische Kunst in Wolfsburg gegründet. Ihr Auftrag besteht seither darin, zeitgenössische Kunst zu fördern, zu sammeln, zu vermitteln und zu bewahren. Seit Anfang der 1950er Jahre wird Kunst in der Stadt Wolfsburg angekauft und gesammelt. Dadurch konnte die Sammlung auf weit mehr als 6.000 Kunstwerke von über 1.000 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt anwachsen. Die Städtische Galerie Wolfsburg präsentiert aus Anlass der Vertragsunterschrift die retrospektive Einzelausstellung „Malte Sartorius – Wandler zwischen den Welten“.

Der im Jahr 1933 in Waldlinden geborene Künstler Malte Sartorius wurde ab seiner Berufung zum Professor 1965 zum Braunschweiger (Künstler). Dort leitete er fortan die Grundklasse an der Hochschule für Bildende Künste und übernahm 1966 die Klasse für Freie Grafik, die er bis zu seiner Emeritierung 1998 stark prägte. Als mehrfach ausgezeichneter Professor der Druckgrafik und angesehenes Mitglied der Hochschule nahm Sartorius seine Umgebung stets mit dem offenen, interessierten Blick eines Künstlers wahr.

Das Werk umfasst Malereien, Zeichnungen und Drucke

Die künstlerischen Techniken, derer sich Malte Sartorius bediente, reichen von Malerei, Zeichnung, Hochdruck sowie Tiefdruck bis hin zu Lithografie und zeigen eindrucksvoll auf, wie breit gefächert er seine Fähigkeiten innerhalb seiner künstlerische Schaffenszeit weiterentwickelte und perfektionierte. Aus seinem enormen Arbeitseifer und Ideenreichtum heraus entstand ein umfassendes grafisches Werk, welches die Braunschweigische Stiftung nun mit der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg verbindet.

Im Anschluss der Vertragsunterzeichnung um 16 Uhr laden beide Institutionen die Besuchenden herzlich auf einen Aperitif und Appetizer ein. Um 17 Uhr wird dann die Ausstellung im Südflügel von Schloss Wolfsburg im ersten Obergeschoss eröffnet. Sie wird bis zum 16. Juni zu sehen sein.